Bank of Cyprus-Chef Artemi gibt auf

Zypern Krise- (aktualisiert 27.03.13)


Der Verwaltungsratschef von der größten Bank Zyperns, Andreas Artemi gibt auf und hat seinen Rücktritt erklärt. Lt. seiner Erklärung stünden zu viele Interessen im Gegensatz und die Maßnahmen zur Restrukturierung des Bankensystems auf Zypern würden mit seiner Meinung nicht in Einklang gebracht werden können. Außerdem wäre es zu einigen Entwicklungen gekommen, die nicht mit der Administration abgesprochen wurden.

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In der zyprischen Großbank wird demnächst ein „Personalwechsel“ stattfinden. Andreas Artemi, Chef des Verwaltungsrates der Bank of Cyprus, hat seinen Rücktritt erklärt. Artemi soll lt. ekathimerini.com (Dienstag) in seiner Rücktrittserklärung u.a. die Einsetzung einer neuen Leitung für die Kreditvergabe innerhalb der Bank ohne vorherige Absprache mit dem Vorstand kritisiert haben.

Darüber hinaus erklärte der Vorsitzende, dass die Zentralbank bereits seit Januar Pläne für die Rekapitalisierung der Bank of Cyprus gehabt hätte, aber dazu nicht einmal die Kreditgeber kontaktierte. Auch wären keine Vereinbarungen zum Verkauf der Filialen der Bank of Cyprus in Griechenland an das griechische Kreditinstitut Piraeus getroffen worden.

Die Bank of Cyprus darf faktisch die „Good-Bank“ aus den Teilen der zerschlagenen Laiki-Bank (Cyprus Popular Bank) spielen und übernimmt gleichzeitig deren Sparerguthaben sowie die Verbindlichkeiten aus EZB-Hilfskredite in Milliardenhöhe. Wie hoch tatsächlich die Belastungen für das schwer angeschlagene Geldhaus sein werden, dürfte sich erst nach Ablauf einiger Zeit herausstellen. Zur Abschätzung müssen sicher noch die genauen Summen der klammheimlich vorweg abgezogenen Gelder der Großinvestoren gegenüber gestellt werden.

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