Zyperns Anleihen von Moody’s als hochriskant eingestuft

Schuldenkrise – Zypern-


Die US-Ratingagentur Moody’s bewertet Zyperns Anleihen als eine Investition, die nur noch mit hohen Risiken verbunden werden könne. Mit einer dreistufigen Abwertung verabschiedet sich die Kreditwürdigkeit des Inselstaates in den Bereich mit dem Spiel ums Feuer.

Kippender Bankensektor wird Zypern hoch belasten

Zypern Anleihen
Zyperns Anleihen hochriskant

Das Ramsch-Niveau würde bereits um sechs Stufen höher liegen. Eine äußerst miserable Ausgangslage nehmen seit heute die Anleihen aus Zypern ein. Die US-Ratingagentur stufte die Kreditwürdigkeit des kleinen Insel-Staates Zypern gleich um drei Stufen ab. Mit einem Bonitätswert von „B3“ (vorher „Ba3“) gelten die Anleihepapiere nun als „hochspekulative“ Anlage. Darüber hinaus sieht Moody’s auch für die mittelfristige Zukunft keinen Silberstreif am Horizont und lässt den weiteren Ausblick auf „negativ“.

Die maroden Banken sind lt. Moody’s Angaben die Verursacher für die drastische Abstufung der Kreditwürdigkeit Zyperns. Ohnehin waren aus Zypern Mitte September bereits Hilferufe nach Brüssel entsandt worden, um für die heimischen Geldhäuser den vollen Rettungsschirm aufzuspannen, möglichst gleich zum Jahreswechsel 2013.

Die Ratingagentur erkennt hieraus die kommenden hohen Belastungen für Zyperns Regierung. Der Schuldenstand des Haushalts würde durch die finanziellen Stützen an die Banken weiter nach oben getrieben werden. Zusätzlich dürfte es dem Bankensektor erschwert werden, sich in den Märkten mit Krediten einzudecken.

Einen Lichtblick vermisst Moody’s aufgrund der noch ausstehenden Einigungen über die gestellten Bedingungen, die einer Hilfsmaßnahme vorausgestellt werden.

„Ramsch“ für Zypern wäre bereits „Hochstapelei“

Zypern war und ist bekannt für den „Banken-Filz“ und dieser scheint der (bisher kooperierenden?) Regierung nun Kopf und Kragen kosten. Wenn es nur bei diesem Risiko bliebe. Es ist wie in einer mehrköpfigen Familie. Die älteren Geschwister haben ihren persönlichen Willen oft noch erkämpfen müssen, während dem Nachwuchs diese „Sonderrechte“ bereits automatisch eingeräumt werden.

So dauerte es beim Dauerzögling Griechenland etwas, bis neben Hilferufe eben auch „Drohungen“ abgesandt wurden, die ein „Auseinanderbrechen der Gesellschaft“ und ein „Dominoeffekt auf andere Euro-Länder“ prophezeiten, falls nicht rasch die nächste Hilfszahlung einträfe. Zypern hat erst gar nicht lange gezögert, mit dem Ruf nach dem Eurorettungsschirm folgten sogleich ablehnende Haltungen, auch nur annähernd die geforderten Spar- und Reformmaßnahmen einhalten zu wollen. Dafür wird sogar noch der Januar 2013 als „spätestens gewünschter Termin“ vorgelegt.

„Frechheit siegt“ und gilt ganz offensichtlich auch für die Euro-Zone. Die Grenze zwischen einem bereitgestellten Hilfsfonds ESM und dem Selbstbedienungs-Topf ist inzwischen sehr unscharf geworden. Dank des Target-2 Systems ist der größte Euro-Geldgeber Deutschland dazu gezwungen, soviel Hilfs-Courage aufzubringen, um die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in das „Kriegsgebiet ähnliche“ Athen zu entsenden, um die weiteren Maßnahmen für die nächste Zukunft zu debattieren.

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