Zypern weitet Zugriffe auf Sparguthaben aus

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Zypern weitet die Zugriffe auf Spar- und Anlegeguthaben für das Schließen der Finanzierungslücke in Milliardenhöhe aus. Nikosia fügt u.a. Versicherer und Hilforganisationen der Gruppe der potenziellen Geldquellen hinzu und will von deren Guthaben mehr als 27 Prozent abgreifen.

Neue Geldquellen: Versicherer und Wohltätigkeitsorganisationen

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Alles angesparte Geld unterschiedlicher Quellen zählt

Die Regierung in Nikosia scheint Zypern auf den Kopf stellen zu wollen, um alles verfügbare Geld für den Schuldendienst heraus zu schütteln. Das Anzapfen der Anlege- und Sparkonten der Bankkunden hat sich sehr schnell als unzureichend herausgestellt, nachdem eine neue Finanzierungslücke in Milliardenhöhe festgestellt wurde.

Das beschlossene Rettungspaket für das insolvente Euro-Mitgliedsland sieht lediglich 10 Milliarden Euro aus Mitteln des ESM sowie des Internationalen Währungsfonds (IWF) vor. Zypern wurde ursprünglich dazu genötigt angehalten, 5,8 Milliarden Euro aus eigener Kraft aufzubringen. Eine weitere Bedingungen zum gewährten EU-Hilfskredit ist die Schrumpfung des ausladenden Bankensektors der Insel, wobei das ehemals Zyperns zweitgrößte Kreditinstitut, die Laiki Bank, vollständig zerschlagen wird und in eine „Bad Bank“ sowie in die verbliebene Bank of Cyprus übergeht.

Doch nun müssen von „irgendwo“ weitere Milliarden aufgetrieben werden, um die „überraschend“ aufgetauchte Finanzierungslücke zu schliessen.

Neben den Sparern aus dem eigenen Land, Anlegern aus dem Ausland sowie den heimischen Unternehmen, hat Zyperns Regierung lt. rp-online.de (Montag) nun auch Versicherer, Bildungseinrichtungen und Wohltätigkeitsorganisationen ins Visier genommen.

Die zyprische Notenbank bezifferte die voraussichtlichte Zwangsabgabe für die Versicherer und Wohltätigkeitsorganisationen bei 27,5 Prozent der Einlagen bei der Bank of Cyprus. Damit sollen die ohnehin schon in die Pflicht genommenen Sparer mit Einlagen ab 100.000,- Euro vor weiteren Belastungen verschont bleiben.

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