Zypern & Griechenland: Neues Schachern um mehr Zeit

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„Zeit ist Geld“. Für Griechenland und Zypern gilt dagegen: „Mehr Zeit wegen Geld“. Beide Krisenstaaten benötigen offensichtlich ein größeres Zeitfenster, um die von Europa festgelegten „Spielregeln“ zur Banken- und Staatssanierung erfüllen zu können. Während Griechenland wüsste, was es zu tun hätte, muss für Zypern erst noch ein detailierter Sanierungsplan erstellt werden.

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Sehr ehrgeizige Ziele erfordern mehr Zeit

Gleich nach dem Ende der Osterfeiertage stehen neue Terminvergaben und Zeitaufschübe für die Rekapitalisierungen der Banken und die Sanierung der Wirtschaften Griechenlands und Zyperns an. Die Troika will offenbar Athen mehrere Wochen mehr Zeit einräumen, um ihren Bankensektor auf Vordermann zu bringen. Als ein möglicher neuer Termin für die Erfüllung der Auflagen nannte lt. Handelsblatt online (Dienstag) der griechische Notenbank-Chef Giorgos Provopoulos im griechischen Staatsfernsehen den Zeitraum Ende Mai dieses Jahres.

Bereits heute wäre ersichtlich, dass die angeschlagenen Kreditinstitute die geforderte Rekapitalisierung bis zum bereits erweiterten Zeitfenster Ende April nicht erfüllen könnten. Noch in dieser Woche will die Troika, bestehend aus Vertretern der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie der Europäischen Zentralbank (EZB), Athen einen Besuch abstatten, um die bisherigen Fortschritte der Sanierungsmaßnahmen zu begutachten und einzuschätzen.

Mehr Zeit auch für Zypern
Das Rettungspaket für Zypern steht im „Groben“, aber der Feinschliff ist noch längst nicht abgeschlossen. Doch bereits vor der Präsentation des Sanierungsprogramms, welches letztendlich von der Troika abgesegnet werden müsste, scheint das ursprünglich anvisierte Ziel 2016 für die ersten Haushaltsüberschüsse doch etwas zu optimistisch gewesen zu sein. Zyperns Regierungssprecher Christos Stylianides erklärte lt. tagesschau.de (Dienstag), dass der Termin für erste Etat-Überschüsse nun auf 2017 festgelegt wurde, aber dennoch versucht werde, noch ein weiteres Jahr anzuhängen.

Dem ersten Termin für 2016 wurde die Annahme zu Grunde gelegt, dass Zyperns Wirtschaft in diesem Jahr um 3,5% schrumpfte. Den neuesten Hochrechnungen nach würde derzeit mit einem Wirtschaftsrückgang um neun Prozent gerechnet. Der Terminplan soll am kommenden Donnerstag beim Treffen zwischen Zyperns Regierungsvertretern und der Eurogruppe neu ausgehandelt und auch festgelegt werden.

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