Zwischenergebnisse Landtagswahlen: Lange Gesichter nach AfD-Erfolg

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Die Zwischenergebnisse zu den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt hinterließen bei den etablierten Parteien die ersten langen Gesichter. Nach dem Wahlerfolg der AfD versucht man sich in Erklärungen und greift zu Schönfärbereien.

Abstimmung

Offenbar großes Rätselraten über die „komische“ Wahl der Stimmberechtigten

„Verluste für CDU nicht wegen Ablehnung Merkels Flüchtlingspolitik“

Die AfD holte sich in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt jeweils zweistellige Wahlergebnisse. In Sachsen-Anhalt ist die AfD hinter der CDU die zweitstärkste Partei.

Zwischenergebnisse zu den Landtagswahlen März 2016

Sachsen-Anhalt

  • CDU 29,8%
  • AfD 24,2%
  • Linke 16,3%
  • SPD 10,6%
  • Sonstige 9,0%
  • Grüne 5,2%
  • FDP 4,9%

Rheinland-Pfalz

  • SPD 36,2%
  • CDU 31,8%
  • AfD 12,6%
  • FDP 6,2%
  • Grüne 5,3%
  • Sonstige 5,0%
  • Linke 2,8%

Baden-Württemberg

  • Grüne 30,3%
  • CDU 27,0%
  • AfD 15,1%
  • SPD 12,7%
  • FDP 8,3%
  • Sonstige 3,7%
  • Linke 2,9%

In der ARD-Sendung „Anne Will“ erklärte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), dass die Stimmenverluste bei der CDU in mehreren Bundesländern nicht auf die Ablehnung der Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Merkel (CDU) zurückzuführen sei. Diese Verluste seien bei allen Parteien zu beobachten, jedoch „mit einer Ausnahme“. Die Stimmen für die Parteien, die wie Merkel für die Flüchtlingskrise eine europäische Lösung befürworteten, erhielten von den Wählern eine Zustimmung von bis zu 90 Prozent, so Leyen.

Völlig anderer Meinung zu den Ursachen des CDU-Debakels ist die bayerische Vize-Ministerpräsidentin Ilse Aigner. Zum Münchner-Merkur erklärte die CSU-Politikerin, dass der Absturz der CDU in der Flüchtlingspolitik begründet sei.

Für Bundeskanzlerin Angela Merkel bestehe kein Anlass, den derzeit gefahrenen Flüchtlingskurs zu ändern, so Generalsekretär Peter Tauber.

Ein vermeintliches Trostpflaster für die etablierten Parteien liefert tagesschau.de mit einem Umfrageergebnis von Infratest, aus welchen Gründen die Wähler in Sachsen-Anhalt ihr Kreuzchen für eine bestimmte Partei setzten. Demnach gaben 54% ihre Stimme aus Überzeugung für die Partei ab und 38% aus Enttäuschung über eine andere Partei. Mit dem Blick auf die AfD-Wähler seien lediglich 27% von ihrer Wahl überzeugt, aber 64% enttäuscht von einer anderen Partei.

Die Wahlbeteiligung lag 2016 höher als zuletzt im Jahr 2011. In Baden-Württemberg gingen 70,8% der Wahlberechtigten zur Abstimmung (2011: 66,3%). In Rheinland-Pfalz gingen 70% zur Wahlurne (2011: 61,8%) und in Sachsen-Anhalt gaben 60% der Wähler ihre Stimme ab (2011: 51,2%).





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