Zweifel an Einhaltung Energiewende werden lauter

Energiewende-

Die Vollendung der Energiewende bis zum Jahr 2022 könnte scheitern. Zweifel an der Erreichbarkeit werden immer lauter ausgesprochen. Neben der deutschen Wirtschaft und dem Umweltminister Peter Altmaier (CDU) steht nun auch Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) auf der Seite der Skeptiker.

Zweifel an der Energiewende werden lauter

Atomausstieg
Atomausstieg noch zu schaffen?

Philipp Rösler spricht das laut aus, was offenbar von der Bundesregierung hinter vorgehaltener Hand diskutiert wird. Der anvisierte Zeitplan scheint kaum noch eingehalten werden zu können.

Für den geplanten Atomausstieg und dem Ersatz durch alternative Energieerzeugung, steht eine notwendige rund 10%-ige Reduzierung des Stromverbrauchs gegenüber. Eine Voraussetzung an der Umweltminister Altmaier bereits zweifelte, dass dies bis 2020 vorzeitig erreichbar wäre.

Offenbar sehen die Konstrukteure der Energiewende bereits wirtschaftliche Faktoren als ein Problem anwachsen. Zur „BILD“ erklärte Rösler, dass der Umbau der Energieversorgung mit Augenmaß geschehen müsse. Der Umweltminister hebt hevor, dass „die Zeitachse und die Ziele für die Energiewende stehen, aber nachgesteuert werden müsse, wenn Jobs und unsere Wettbewerbsfähigkeit bedroht sein sollten“.

Energiewende: Neben dem Euro ein weiteres Experiment?

Dem Verbraucher interessiert in erster Linie, zu welchem Preis der Strom ins Haus geliefert wird. Danach folgt ggfs. die Frage, woher der Strom kommt und in welcher Weise dieser erzeugt worden ist.

Der Themenwechsel vollzog sich von den Ereignissen im japanischen Fukushima fließend zu den Debatten über Energiewende und deren Realisierung. Geradezu selbstbewußt schlug die Bundesregierung mit der Faust auf den Tisch, um die Dringlichkeit zur Energiewende klar hervorzuheben. Das Jahr 2022 wurde (im 2. Anlauf) als Termin genannt, an dem beim letzten Atommeiler der Stecker gezogen werden soll. Noch blieben 10 Jahre Zeit.

Die Endverbraucher werden unfreiwillig „bei der Stange gehalten“, da das Giganten-Projekt Energiewende ein äußerst teures Unternehmen ist, welches von jemanden finanziert werden muss. Eigens wurde dafür das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) abgesegnet. Die Haushalte erhalten die Kostenanteile „komfortabel“ in ihren Stromabrechnungen eingearbeitet.

Zur Bildung der Gesamtstromkosten kam neben den eigentlichen Strompreisen (in Abhängigkeit der Strombörsen), der Mehrwertssteuer und der Energiesteuer, die EEG-Umlage hinzu. Kein privater Verbraucher hat die Möglichkeit, sich den auferlegten Entgelten zu entziehen. So verwundert es auch nicht, dass zu den erwarteten Strompreiserhöhungen 2013 die Energiewende eine große Rolle spielt

Fortsetzung der Wende noch sinnvoll?
Um das klar beantworten zu können, müssten tatsächlich alle Fakten klar auf dem Tisch liegen. Wirtschaftsverbände hielten die Energiewende schon seit Beginn, gelinde ausgedrückt, für einen kompletten Blödsinn.

Kaum zu beinflussen sind die eigentlich bereits außer Kontrolle geratenen Marktverwerfungen in der EU. Dieser Parameter wird der angestrebten Energiewende mit Sicherheit noch dicke Steine in den Weg werfen.

Notbremse wird meist nach dem Crash gezogen
Leider ist zu befürchten, dass die Bundesregierung weitere Milliarden Euro in das Projekt stecken wird, obwohl an einem Punkt klar stünde, dass eine radikale Abkehr von der Energiewende die bessere Lösung gewesen wäre. Die Äußerung Röslers, die oberste Priorität wäre die Bezahlbarkeit der Strompreise, relativiert sich sehr schnell, wenn vordergründig Strompreise „schöngerechnet“ werden, aber im Hintergrund ganze Wirtschaftszweige samt Arbeitsplätze den Bach runter gehen.

Bild: Mariel Knieling / pixelio.de

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