Zombie-Unternehmen von EZB-Geldpolitik abhängig

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Sollte die Europäische Zentralbank ihre ultralockere Geldpolitik einstellen, sind vor allem die stark belasteten Unternehmen vor dem Zusammenbruch gefährdet. Zombie-Firmn gehören inzwischen zum Alltagsbild innerhalb der EU-Wirtschaft.

Zombie-Unternehmen werden zuerst kippen

Ruin
Mehr untote Firmn als bisher gedacht

Das Krebsgeschwür Geldschöpfung aus dem Nichts in Form von Krediten und die dafür verlangten Zinsen (und Zinseszinsen) greifen in jegliche wirtschaftliche Struktur, die sich an diesem System beteiligt. So stehen die Banken bei den Medien an vorderster Front, wenn es um das Thema Grundkapitalausstattung und angehäufte faule Kredite geht. Immerhin bilden die privaten Kreditinstitute die Wiege des exorbitant ansteigenden Schulden.

Zu hohe Schulden und Zinsbelastungen betreffen immer mehr Unternehmen. So seien bereits neun Prozent der größten börsennotierten Firmen in Europa sogenannte Zombieunternehmen. „Untote in der Firmenwelt“, die lediglich durch die ultralockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) am Leben gehalten werden.

Clemens Fuest, Präsident des Münchner ifo-Instituts, erklärte der Welt am Sonntag besorgt: „Das Problem der Zombie-Unternehmen und -Banken ist immer noch garvierend. Vor allem in Griechenland, Italien und Portugal ist der Anteil der faulen Krediten in den Bankbilanzen noch immer viel zu hoch“.

Sobald die extreme geldpolitische Unterstützung durch die EZB endet, sind vor allem hochverschuldete und unprofitable Firmen bedroht, bei denen die Gewichtung zwischen Gewinne und Zinsaufwand bei weniger als Eins liegt. Diesen Unternehmen drohe der Zusammenbruch.

Zu einer brenzligen Situation komme es vor allem dann, wenn die Inflationsrate stärker als bisher ansteige und das Mandat der EZB mit den Unternehmungen in Konflikt gerate, hoch verschuldete Länder und Banken nicht zu sehr zu belasten. Das eigentlich einzige Mandat der EZB bestehe in der Wahrung der Stabilität des Euros.


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