ZDF-Umfrage: Merkel holte verloren gegangene Schäfchen zurück

Politik-


Bundeskanzlerin Angela Merkel holte sich lt. ZDF-Umfrage Deutschlandtrend verloren gegangene Schäfchen zurück. Sie ist nun wieder „beliebter“ unter den potenziellen Wählern, obwohl die Mehrheit ihre Flüchtlingspolitik nach wie vor teils oder ganz ablehnt.

Bilanzen

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Seehofer gab seine Bewunderer an Merkel zurück

Wie der Phoenix aus der Asche? Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat offenbar das Vertrauen verloren gegangener Bewohner des Bundesgebietes zurückgewinnen können. Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer verlor dagegen die Gunst zahlreicher „ehemals verschreckter“ potenzieller Wähler. So bilden es zumindest die Umfrageergebnisse des „ARD-Deutschlandtrends“ ab.

Merkel holte sich 8 Prozentpunkte zurück und Seehofer verlor um 7 Prozentpunkte, so die Zahlen vom Deutschlandtrend. In der von Infratest erstellten „Beliebtheitsskala“ erreichte Merkel 54 Prozent, Seehofer 38 Prozent, Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) 66 Prozent und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) 70 Prozent.

In der Frage zur Lösung der Flüchtlingskrise zeigten sich 59 Prozent der befragten Personen als zufrieden. Weniger zufrieden waren 39 Prozent der „Wählerschaft“. Die große Regierungskoalition findet lt. Deutschlandtrend 41 Prozent Zustimmung, obwohl nur 32 Prozent eine Krisenlösung in absehbarer Zukunft für machbar hielten. 64 Prozent sehen dagegen keinen Silberstreif am Horizont.

Dennoch sind 59 Prozent der befragten BRD-Bewohner von Merkels Kurs in der Flüchtlingskrise weniger oder gar nicht zufrieden.

Umfrageergebnisse beschreiben nicht Merkels Immunität

Das orientierungslose herum Eiern der Kanzlerin in der Flüchtlingsfrage scheint den beruhigenden Nerv der verunsicherten Bewohner des Bundesgebietes getroffen zu haben. Vorausgesetzt die Zahlen des mit einem Bildungsauftrag versehenden öffentlich-rechtlichen Senders werden für bare Münze genommen.

Direkt schon rätselhaft erscheinen die hohen „Gunst-Werte“ für Wolfgang Schäuble. Hier scheinen die Medien mit ihrer Darstellung des Bundesfinanzministers als hervorragender Wirtschaftler ganze Arbeit geleistet zu haben. Töne wie „er erwirtschaftete einen Überschuss“ täuschen darüber hinweg, dass er lediglich der Verwalter der von der Bevölkerung erwirtschafteten und zu großen Teilen über Steuern eingetriebenen Überschüsse ist. Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem allgemeinen Gut kann ihm jedoch nicht bescheinigt werden.

Der plötzliche Zugewinn von weiteren Merkel-Zugeneigten, ohne auch nur einen Ansatz einer Lösung des Flüchtlingsproblems präsentiert zu haben, würde sich ideal zu den anstehenden Landtagswahlen einfügen. Die Wähler müssen noch vor der Stimmenabgabe „eingestimmt“ werden.

Die Bundeskanzlerin zieht ihr Ding – wie auch immer es aussehen mag – einfach durch, im Stehen oder Sitzen, egal. Der mehrheitlichen Meinung, geschweige Bedürfnisse und Wünsche der Wähler (= Souverän, Auftraggeber) hat die Regierungschefin schon in der Vergangenheit keinerlei Bedeutung beigemessen.

Angela Merkel bei Günther Jauch zur Europafrage, ARD, 25.09.2011





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