Zahlungsmoral Unternehmen sinkt – Andere gehen gleich auf Tauchstation

Günstige Gelegenheit –


Akute Notsituation oder auch einfach nur die Gelegenheit. Zahlreiche Firmen lassen die Zügel für die fristgerechte Bezahlung gestellter Rechnungen immer lockerer. Die Zahlungsmoral ist deutlich zurückgegangen. Einige Unternehmen gehen gleich pauschal auf Tauchstation.

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Wenn Zahlungsmoral die Firmen-Philosophie widerspiegelt

Um so manches Unternehmen war es mit der Zahlungsmoral ohnehin nicht sonderlich gut bestellt. Der Ausbruch der Corona-Krise hat sicher einige Firmen in die finanzielle Bredouille befördert, welches aber anhand Rücksprachen bei vielen Gläubigern auf Verständnis stoßen würde. Viele Lösungen böten sich an, wie z.B. eine Stundung der offen stehenden Rechnung, eine Verschiebung des Fälligkeitstermins oder sogar ein „Extra-Rabatt“. Andere Unternehmen bevorzugen die „Strategie des Innehaltens“. Die Kontaktaufnahme mit dem Gläubiger wird tunlichst vermieden und Anfragen einfach ignoriert. Als wenn sich das Problem einfach so aussetzen ließe, da der vermeintliche Vorteil darin gesehen wird, dass die Leistung des Gläubigers schließlich schon erbracht wurde.
Hier gilt dann: Apud paucos post rem manet gratia (nur Wenige sind nach Erhalt der Dinge noch dankbar).

Von einer nachlassenden Zahlungsmoral spricht man immerhin schon, wenn die vom Gläubiger gesetzte Frist vom Schuldner willkürlich in die Zukunft verschoben wird. So fand lt. Welt (Dienstag) die Auskunftei Creditreform anhand der Auswertung von einigen Millionen Zahlungsvorgängen heraus, dass die Unternehmen ihre Rechnungen im Schnitt um 11,6 Tage später zahlen als die gesetzte Frist. Im Januar lag der durchschnittliche Verzögerung bei 10,4 Tagen. Ein vermeintlich geringer Unterschied, aber Creditreform spricht von einem alarmierenden Anstieg. Es gab demnach bereits „schlimme Fälle“, aber in diesen Zeiten betrug der Anstieg um 0,5 Tage. Eine Steigerung um 1,4 Tage kam bisher noch nie vor. Ab dem Jahr 2016 lag der niedrigste Halbjahreswert der überfälligen Rechnungsbezahlung bei 10,0 Tagen, der höchste bei 10,8 Tagen.

Derzeit seien vor allem signifikante Anstiege der Zahlungsverzögerung bei Unternehmen zu beobachten, die bereits vor der Corona-Krise ein wirtschaftliches Problem hatten. In der vergangenen Wochen gab es jedoch bei rund 110.000 Firmen eine nach unten gerichtete Bonitäts-Korrektur. Gegenüber dem Datenbank-Bestand von 3,5 Millionen Unternehmen ein noch relativ geringer Anteil. Der Anstieg der überfälligen Rechnungen in der Gruppe der untersten Bonitätsklasse betrug demnach jedoch 16 Prozent.

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