Zahl Asylanträge im Jahr 2018 bei knapp 186.000

Migration –


Die Zahl der gestellten und entschiedenen Asylanträge ging im Jahr 2018 abermals zurück. Zu den Top-3 Flüchtlingsländern zählten Syrien, Irak und Afghanistan.

Asyl

186.000 Menschen suchten Asyl und BAMF entschied bei 217.000 Personen

Genaue Zahlen wohl erst ab 2017 bekannt?

Die Zahl der im Jahr 2018 gestellten Erstanträge auf Asyl lag lt. dem Bericht des Bundesinnenministeriums bei 161.931 Anträgen. Dazu kommen 23.922 Folgeanträge. Mit der Gesamtzahl von 185.853 Asylanträgen war demnach im Jahr 2018 erneut ein Rückgang festzustellen. Im Vergleichszeitraum ein Jahr zuvor lag die Anzahl der Asylanträge um -16, Prozent bzw. um 36.830 Anträge niedriger. Im Jahr 2016 wurden rund 280.000 und im Jahr 2015 ca. 890.000 Anträge gezählt. Offenbar ist dem Bundesinnenministerium die genaue Anzahl der in den Vorjahren gestellten Asylanträge nicht bekannt, da die Zahl im Jahr 2018 auf den Einzelnen genau genannt wird.

Im Dezember 2018 war lt. Ministerium ein Rückgang auf kurzfristiger Sicht festzustellen. Die Zahl der beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gestellten Asylanträge lag bei 10.561 Anträgen und damit um 25,3 Prozent weniger als im November bzw. um 26,1 Prozent weniger als im Dezember 2017.

Die mit Abstand meisten Migranten kamen im Jahr 2018 aus Syrien (46.164), gefolgt vom Irak (18.074) und Afghanistan (12.251). Zu den „Top 10“ gehören auch Iran (11.846), Nigeria (11.073), Türkei (10.655), Eritrea (5.920), Somalia (5.754) und Russische Föderation (5.282). Exakt 4.849 Asylbewerber konnten oder wollten ihre Herkunft nicht angeben, bzw. deren Angaben konnten offenbar nicht verifiziert werden. Deren Herkunft gilt jeweils als „Ungeklärt“.

Im Laufe des Jahres 2018 entschieden die Bediensteten des BAMF über die Anträge von 216.873 Personen. Für 41.268 Personen erkannte BAMF die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28.07.1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) an. 25.055 Personen erhielten subsidiären Schutz nach EU-Richtlinie. für 9.548 Personen stellte BAMF ein Abschiebeverbot fest. Insgesamt wurden 75.395 Asylanträge abgelehnt. Die Anträge von 65.507 Personen wurden „anderweitig“ erledigt. Die Zahl der noch nicht entschiedenen Asylanträge lag Ende Dezember 2018 bei 58.325 Anträgen.




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