Wusste Zyperns Präsident von geplanten Sparkonten-Zugriffen?

Zypernkrise-


Möglicherweise könnte der amtierende Präsident Zyperns, Nikos Anastasiades, durchaus von den Plänen Brüssels, zur Bankenrettung die Sparkonten in Anspruch zu nehmen, gewusst haben. Aus dem aufgetauchten Kontoauszug der Laiki Bank, könnte der Eindruck gewonnen werden, dass der Staatspräsident noch rechtzeitig Millionenbeträge in das Ausland rettete, bevor die „Konto-Falle“ zuschnappte.

Auffällige Überweisungen hoher Geldsummen

Euroflucht
Rette sich wer kann, aber ich zuerst!

Pikante und auch zugleich höchst explosive Zusammenhänge in Zypern könnten für ein politisches Erdbeben in der gesamten Euro-Zone sorgen. Der amtierende Präsident Zyperns, Nikos Anastasiades, soll einem Bericht der zyprischen Zeitung Haravgi nach bereits vor dem Beschluss der Euro-Gruppe am 15./16. März 2013 Wind davon bekommen haben, dass ein Zugriff auf sämtliche Konten geplant sei. Vorsorglich hätte er bereits wenige Tage vorher, am 12. und 13. März, Überweisungen in Höhe von knapp über 21 Millionen Euro mit dem Ziel England in Auftrag gegeben.

Der Zeitung liegt ein Kontoauszug der Laiki Bank (Cyprus Popular Bank) vor, aus dem der Transfer des Gesamtbetrags in Höhe von 21.000.525,- Euro hervorginge. Das Konto gehört der Firma Anti Loutsios und Sons Ltd., der Inhaber der Firma soll ein Familienmitglied des Staatspräsidenten sein. Anti Loutsios ist der Vater des Schwagers. Insgesamt sollen an nur zwei Tagen sieben einzelne Überweisungsaufträge rausgegangen sein, u.a. zur englischen Barclays Bank und zu einer englischen Auslands-Filiale der Bank of Cyprus.

Erschwerend käme gegen Anastasiades hinzu, dass Michalis Sarris, Zyperns Finanzminister, angab, bereits vor den Beschlüssen in Brüssel, wie auch Anastasiades, von deren Plänen gewusst zu haben. Inzwischen soll Zyperns Präsident bereits in die Defensive gegangen sein und die Beihilfe zur Untersuchung des Falls angekündigt haben.

„Wird heißer gekocht als am Ende gegessen“?

Stellte sich der Umstand heraus, dass der Staatspräsident Zyperns tatsächlich Vorabinformationen zu den Rettungsbeschlüssen am 15./16.03. gehabt hatte, würde das sein politisches Ende bedeuten und man kann nur hoffen, dass die Zyprioten ebenso gelassen bleiben wie noch zur Banken-Wiedereröffnung am letzten Donnerstag.

Auf der anderen Seite kann man jedem Staats-Chef unterstellen, mehr Informationen als die Öffentlichkeit zu haben. Dazu gehören auch die tatsächlichen Zustände im Staat sowie auch die der Banken. Ein jeder vernunftbegabter Mensch hätte wohl versucht sein Geld in Sicherheit zu bringen, sofern dieser Kenntnisse über die Brisanz gehabt hätte. Einen möglichen „Lösungsvorschlag“ für dieses Problem seitens der EU-Politik würden nur die wenigsten abwarten wollen.

Der Kontoauszug Laiki Bank (Cyprus Popular)

Kontoauszug Anastasiades

Quelle: Haravgi.com.cy

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