Wohnkostenanteile fressen Vorteil Hartz-IV-Anhebungen auf

Hartz-IV-Opfer –


Von den regelmäßigen Anhebungen der Hartz-IV-Regelsätze verspüren sehr viele Hartz-IV-Abhängige keinerlei Vorteile. Die selbst zu tragenden Wohnkosten-Anteile steigen ebenso an.

Hartz-IV

Hartz-IV-Abhängige – Gesellschaftlich ausgegrenzt und als Parasiten dargestellt

Wohnkostendifferenz frisst Hartz-IV-Anhebung wieder auf

Die von der Hartz-IV-Regelung betroffenen Menschen müssen an allen Ecken und Enden sparen, haben keinen finanziellen Freiraum für auch nur das geringste „Ausschweifen“ und müssen obendrein trotz der regelmäßigen Anhebung des Regelsatzes immer knapper kalkulieren. Im Jahr 2020 beträgt der Regelsatz 432 Euro pro Monat. Im Jahr 2021 soll es eine Anhebung um 7 Euro auf 439 geben. Also um satte 23 Cent pro Tag mehr zur Verfügung. Doch diese zumindest statistisch nennenswerte Anhebung dürfte auf anderer Seite wieder überkompensiert werden. Die Wohnungkostenzuschüsse decken längst nicht die tatsächlich verlangten Mieten ab. Die Differenz hat der Hartz-IV-Abhängige zu tragen und die Lücke wird von Jahr zu Jahr größer.

In den letzten Jahren ist der Anteil der von den Hartz-IV-Opfern zu tragende Wohnkostenzuschuss ständig angestiegen, so lt. Redaktionsnetzwerk Deutschland (Freitag) aus dem Antwortschreiben des Bundesarbeitsministeriums nach einer Anfrage der Linksfraktion. Zwar sank demnach die Zahl der Bedarfsgemeinschaften (wenn Hartz-IV-Zuschuss die Mietkosten nicht deckt) von 588.000 im Jahr 2017 auf 500.000 im Jahr 2019, aber für die „übrig gebliebenen“ Betroffenen erhöhte sich der zu leistende Eigenanteil von 80 Euro im Jahr 2017 auf 86 Euro im Jahr 2019. Die Gesamtlücke betrug im Jahr 561 Millionen Euro und im Jahr 2019 518 Millionen Euro.

Die Hartz-IV-Regelsätze werden per Regelbedarfsermittlungsgesetz bestimmt. Dieses Gesetz trat während der Schwarz-Gelben Regierung im Jahr 2011 in Kraft (Bundespräsident Horst Köhler). Die Zusammensetzung des Hartz-IV-Regelsatzes zeigt nicht nur die weltfremde Dimensionierung sondern auch die Prioritäten auf. So ist für „Bildung“ lediglich ein Betrag von 1,12 Euro einkalkuliert (pro Monat). Dieses von CDU/CSU und FDP verabschiedete Gesetz sieht im Jahr 2020 für Hartz-IV-Abhängige ganze 5,02 Euro pro Tag für (theoretisch) 3 Mahlzeiten vor.

Hartz IV - Regelsätze 2020

LeistungsbereichRegelsatz €Regelsatz anteilig %
Ernährung, Getränke (alkoholfrei)150,6035,86
Unterhaltung, soziale Teilhabe41,439,59
Kommunikation38,628,94
Energiekosten, Wohnung38,328,87
Kleidung37,848,76
Verkehrsmittel35,998,33
sonstige Waren & Dienstleistungen34,267,93
Innenausstattung (z.B. Haushaltsgeräte)26,616,16
Gesundheit16,423,80
Gaststätten, Beherberung10,762,49
Bildung1,120,26

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