Wirtschaftsprognosen überholen sich gegenseitig

Konjunktur-Desaster –


Die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik wird noch für längere Zeit eine Gratwanderung zwischen Erholung und kompletten Absturz hinterlegen müssen. Gestellte Prognosen überholen sich gegenseitig, dürften aber noch immer mit viel Kosmetik präsentiert sein.

Export-Industrie

Das deutsche Export-Schiff bleibt angelegt. Steuerzahler müssen Ausgleich schaffen

Die Aussichten dürften noch immer geschönt sein

Bei den sog. Wirtschaftswissenschaftlern und Marktanalysten scheint ein Wettstreit über die Prognose des größten Wirtschaftseinbruches zu laufen. Die „Fünf berufenen Wirtschaftsweisen“ mussten jüngst ihre erst vor rund drei Monaten verkündete Weitsicht den realen Gegebenheiten anpassen. Aktuell handeln die „Experten“ einen Rückgang der Wirtschaftskraft um 6,5 Prozent bis Ende 2020. Das Münchener ifo Institut lehnte sich Mitte März aus dem Fenster und setzte mehrere Modellrechnungen mit unterschiedlichen Parametern an. Immerhin kann am Ergebnis, welches einen Wirtschaftseinbruch im Bereich um 7,2 und 20,6 Prozent beschreibt, eine gewisse Vorsicht abgelesen werden.

Nach dem März folgte aber der April und die von der Politik verordneten Maßnahmen verursachten eine Lockdown-Krise, welche selbst hartgesottene Ökonomen aus der Fassung brachte. So krachte die Produktion der Autoindustrie im April um mehr als 70 Prozent ein. Die massiven Rückgänge in den einzelnen wirtschaftlichen Kennzahlen überstiegen die Auswirkungen der sog. Finanzkrise 2008/2009 bei Weitem. Im Juni wagt nun auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) eine Prognose zu den erwarteten Exporteinbrüchen in diesem Jahr. Lt. den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstag) werden die Ausfuhren bis Ende 2020 um 15 Prozent einbrechen. Diese Einschätzung wird vor allem durch die extreme Exportabhängigkeit der deutschen Wirtschaft gestützt.

Für Lockdown-Folgen wird Steuerzahler in Haftung genommen

Mit einer nennenswerten Erholung der deutschen Wirtschaft kann daher erst gerechnet werden, wenn die Wirtschaften der „Rest der Welt“ wieder in die Gänge kommt. Alleine mit den größeren Wirtschaften innerhalb der EU, z.B. Italien und Frankreich, sieht es allerdings zappenduster aus. Hier liegt inzwischen der Schwerpunkt nicht mehr in der Beschleunigung der jeweiligen Konjunktur, sondern in den größtmöglichen Anteilen des jüngst geschaffenen und von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen forcierten „EU-Aufbauprogramms“ im Rahmen von 750 Milliarden Euro, wobei die Steuerzahler der Bundesrepublik den größten Beitrag zu stemmen haben.

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