Wirtschaftsministerium sieht Konjunktur auf gutem Weg

Konjunktur-


Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) geht für die Jahre 2016 und 2017 von steigenden Löhnen, Gehältern und Renten aus. Die Kaufkraft werde aufgrund des gering ansteigenden Verbraucherpreisindex erhöht. Der Arbeitsmarkt werde einen neuen Rekord in der Erwerbstätigenanzahl aufstellen.

Rosa Schwein

Bundeswirtschaftsministerium sieht alle Zeichen auf mehr Wohlstand zeigen

Bundeswirtschaftsministerium strahlt viel Zuversicht aus

Bundeswirtschaftsminister und Vize-Kanzler Sigmar Gabriel (SPD) sieht Arbeitsmarkt und Binnenwirtschaft in einer guten Verfassung und zeigt sich zuversichtlich, dass die Voraussetzungen gegeben seien, die Herausforderungen der „Flüchtlingsmigration“ zu meistern. Das kürzlich verabschiedete Integrationspaket sei ein wichtiger Schritt in diese Richtung gewesen.

Das Bundeswirtschaftsministerium geht in diesem Jahr von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von real 1,7 Prozent aus und im Jahr 2017 von 1,5 Prozent. „Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft wird sich in diesem und im kommenden Jahr fortsetzen. Die binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte haben an Bedeutung gewonnen. Das Wachstum der deutschen Wirtschaft ist dadurch besser austariert und sorgt gleichzeitig auch bei unseren Handelspartnern für positive Impulse. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich ausgesprochen gut. Die Beschäftigung steigt kräftig und sorgt bei spürbaren Lohnsteigerungen und stabilen Preisen dafür, dass die Menschen in Deutschland von der günstigen wirtschaftlichen Entwicklung profitieren“, so Gabriel in der Pressemitteilung des BMWi am Mittwoch.

Das BMWi schätzt für dieses Jahr ein weiteres Absinken der Arbeitslosigkeit um 40.000 Personen ein. Dagegen stehe ein geringfügiger Anstieg von 110.000 Arbeitslosen im kommenden Jahr aufgrund der „schrittweise erfolgenden Integration von Flüchtlingen“ in den Arbeitsmarkt. Für Ende 2016 werden 43,5 Millionen Erwerbstätige und 2,75 Millionen Arbeitslose erwartet. Im Jahr 2017 werden nach Einschätzung des Ministeriums 43,9 Millionen Menschen einem Erwerb nachgehen und 2,86 Millionen Menschen arbeitslos sein.

Löhne, Gehälter, Renten und Kaufkraft werden ansteigen

Die Löhne werden durch die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt und der „zunehmenden Dynamik der inländischen Nachfrage“ deutlich ansteigen. In diesem Jahr steigen die Nettolöhne und -gehälter nach Einschätzung des Ministeriums um 2,6 Prozent zu und im Jahr 2017 um 2,2 Prozent. Privathaushalte werden aufgrund der guten Entwicklung bei den Löhnen und den Anpassungen bei den Renten in den Jahren 2016 und 2017 um 2,9 Prozent mehr verfügen. Die reale Kaufkraft werde deutlich ansteigen, da der Verbraucherpreisindex in diesem Jahr um lediglich 0,5 Prozent und im nächsten Jahr um 1,7 Prozent ansteige. Preisbereinigt stehe somit ein Mehrkonsum um 2,0 Prozent im Jahr 2016 und 1,5 Prozent im Jahr 2017 in Aussicht.


Wie könnte es somit noch besser laufen für die Arbeitnehmer und Rentner in der Bundesrepublik? „Alles in Butter“. Wie sieht es allerdings mit dem Verhältnis zwischen Realeinkommen der produktiven Arbeitnehmer und den Zugewinnen der (großen) Vermögen und Unternehmen aus? Seit Umsetzung von Agenda 2010 herrscht an diesem Punkt eine deutliche Schieflage.


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