Wichtige Änderungen 2012 – Altersvorsorge – Krankenversicherungen

Änderungen für 2012 – Rentenversicherungen – Beiträge-


Der Jahreswechsel 2012 bedeutet für Millionen Deutscher eine Reihe von Änderungen zur privaten Altersvorsorge, sowie zu den Sozialversicherungen. Dabei kommen die Privatkrankenversicherten gar nicht so gut weg und für gesetzlich Versicherte stehen sogar Verbesserungen an.

Offenbar zu keinem Zeitpunkt zuvor, waren die Versicherten zu einer Altersvorsorge so an Änderungen interessiert, wie zu diesem Jahreswechsel auf 2012. Ausschlaggebend dürfte die große Verunsicherung durch die anhaltende Staatsschuldenkrise sein, die nicht unerheblichen Einfluss auf die Versicherungsgesellschaften nimmt.

Das Niedrigzins-Niveau auf dem Kapitalmarkt schlägt sich unmittelbar auf die zu erwirtschaftenden Renditen der Gesellschaften nieder.

Als eine wichtige Änderung zur Rentenversicherung, bzw. Riester-Rente, wurde die Senkung der Garantiezinsen ab 2012 schon lange angekündigt. Altverträge sind von der Neuregelung nicht betroffen, lediglich zu den neu abgeschlossenen Policen zur privaten Altersvorsorge werden geringere Zinsen garantiert.

Das Jahr 2012 bringt für Versicherte eine Reihe von Veränderungen

Garantiezins
Garantiezinsentwicklung bis 2012

Neben der ab 2012 auf 1,5% abgesenkten Garantieverzinsung für Sparpläne zur Altersvorsorge, gaben schon die ersten Versicherungsgesellschaften eine entsprechende Anpassung der Überschussbeteiligungen ab 2012 bekannt. Gegenüber größeren Befürchtungen, fallen die vereinzelten Abstriche zur Rendite jedoch im moderaten Rahmen aus und die Renditen bewegen sich nach wie vor in attraktiven Bereichen.

Ab 2010 treten zur reduzierten Garantieverzinsung noch weitere Änderungen in Kraft, die den Neuabschluss einer Privatrentenversicherung betreffen.

Auszahlungsbeginn der Riester- und Rürup Rente ab 2012
Das Renteneintrittsalter zur Riester Rente wird vom 60. auf das 62. Lebensjahr angehoben. Ab 2012 können für Riesterverträge die vollen zugesicherten Bezüge, inkl. der staatlichen Zuschüsse, erst ab dem 62. Lebensjahr in Anspruch genommen werden.

Nach wie vor können Riesterverträge mit Auszahlungsziel zu einem früheren Zeitpunkt vereinbart werden, jedoch fallen die gesonderten Riesterförderungen weg. Weitere mögliche Riester-Zulagen für Kinder und ggf. vorhandene Steuervorteile durch das Ansparen nach Riester, würden ebenfalls entfallen.

Die Basis-Rente, bzw. Rüruprente, als spezielle private Altersvorsorge für Selbstständige, kann ebenfalls ab 2012 erst ab dem 62. Lebensjahr mit allen Vorteilen bezogen werden. Sparpläne nach Rürup werden erst durch den Abzug als Sonderausgaben voll gefördert, wenn der Vertrag einen Auszahlungsbeginn ab dem vollendeten 62. Lebensjahr vorsieht.

Die Änderungen zum Eintrittsalter für Rentenbezüge aus Riester und Rürup gelten für Neuverträge ab 2012. Je nach persönlicher Situation im Familienstand können ab dem kommenden Jahr für Rürup-Verträge sogar Vorteile entstehen. (Weitere Infos zu den privaten Vorsorge Änderungen 2012)


Die Änderungen 2012 zu den gesetzlichen Vorsorgemaßnahmen

Die Beitragszahlungen zur gesetzlichen Rentenversicherung sorgte für deutliche Überschüsse in den Rentenkassen. Hohe Rücklagen konnten ausgebildet werden. Der Rentenbeitragssatz wird deshalb voraussichtlich ab nächstes Jahr gesenkt werden.

Eine Erhöhung der Rentenbezüge ab 01.01.2012 ist nicht vorgesehen. Jedoch steht in der Diskussion, im Frühjahr 2012 über eine Rentenanpassung ab dem zweiten Halbjahr 2012 in Aussicht zu stellen. (Mehr Infos)

Die Hürden zur Privatkrankenversicherung werden 2012 wieder erhöht

Änderungen Versicherungen
Änderungen PKV / GKV 2012

Estmals wurden zum vergangenen Jahreswechsel 2010/2011 die Versicherungspflichtgrenze und die sog. besondere Versicherungspflichtgrenze gesenkt.

Diese vorübergehende Erleichterung für den Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung zur PKV wird ab 2012 quasi wieder zurück genommen. Die Versicherungspflichtgrenze für den Wechsel von der GKV zur PKV für Angestellte wird von 49.500,- Euro auf 50.850,- Euro angehoben, bzw. die besondere Versicherungspflichtgrenze von 44.550,- Euro auf 45.900,- Euro.

Wer also innerhalb eines Jahres diese Hürde nimmt, darf auch als Angestellter von der gesetzlichen Krankenkasse zur Privatversicherung wechseln.

Ab Januar 2012 erfolgt eine Anpassung der sog. Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Die bisherige Grenze von 3.712,50 Euro wird auf 3.825,- Euro angehoben. Das entspricht einem Jahreseinkommen von 45.900,- Euro (brutto).

Arbeitnehmer die über diesen Betrag hinauskommen, brauchen zur gesetzlichen Krankenversicherungen keine höheren Beträge zum Bruttoeinkommen zu leisten. Dennoch bleibt noch eine „Lücke“ bis 50.850,- Euro der Versicherungspflichtgrenze zu überwinden, um für eine Privatkrankenversicherung die „Berechtigung“ zu erlangen.

Als Selbstständiger kann man automatisch in eine Privatkrankenversicherung wechseln. Dennoch werden auch die Gesellschaften entsprechende Anpassungen vornehmen. Die sogenannten Einsteiger- oder Billig-Tarife zur PKV dürften im großen Umfang zurückgenommen werden und schlicht nicht mehr zu bekommen sein.

Die Minimal-Tarife haben sich für viele Privatversicherer als ein Minus-Geschäft herausgestellt und werden als Konsequenz vom Markt genommen. Darüber hinaus sind für 2012 teilweise drastische Erhöhungen der PKV-Beiträge angekündigt worden.

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