Werden EU-Regelungen endgültig in die Absurdität geführt?

Euro-Verträge-


Die Gerüchte gehen um, dass Griechenland unter allen Umständen eine weitere Hilfszahlung in Höhe von 31 Mrd. Euro erhalten soll. Ein „mühsam“ ausgearbeiteter Bericht der Troika und weitere vertragliche Regelungen innerhalb der Euro-Zone würden zur reinsten Makulatur.

Troika-Bericht nur arbeitsintensives und überflüssiges „Beiwerk“?

Euro-Verträge
Euro-Verträge nur noch absurd?

Die Ergebnisse der Griechenland-Troika liegen noch nicht als abgeschlossener Bericht vor, aber die nächste Hilfszahlung soll offenbar davon unabhängig gemacht werden soll, egal ob zufriedenstellend oder nicht. Die WirtschaftsWoche (WiWo) stützt sich auf Informationen von Insidern in EU-Kreisen, dass selbst bei festgestellten Verstößen gegen die auferlegten Sparmaßnahmen eine nächste Tranche von 31 Mrd. Euro an Griechenland überwiesen werden soll.

Als Begründung gibt ein EU-Diplomat der WiWo an, es würde die „Angst vor einem Dominoeffekt“ vorherrschen, wenn Griechenland in eine Staatspleite rutschen sollte und letztendlich die Euro-Zone verließe.

Offenbar setzten EU und Bundesregierung alles daran, um Griechenland in der Euro-Zone zu halten. Dem Nachrichtenmagazin Focus erklärte eine Person aus den Kreisen des EU-Parlaments, der Troika-Bericht werde so ausfallen, dass der Politik die Möglichkeit gegeben wird, das Geld für Griechenland freizugeben.

Eine offizielle Bestätigung gäbe es weder aus Brüssel noch aus Berlin.

Regelwerke der Euro-Zone driften in den Bereich des Lächerlichen

Sollte es tatsächlich so weit kommen, dass Griechenland trotz der Nichterfüllung von Auflagen eine weitere Hilfstranche erhält, wäre dies ein konsequenter Schritt innerhalb des bereits seit Jahren eingegangenen Kurses, „aufgestellte Regeln und Statuten müssen ignoriert und übergangen werden“. Die Maastrichter Verträge stehen als „Roh-Muster“ zur Verfügung, wie mit allen weiteren gemeinsamen Übereinkommen zu verfahren sei.

Die Begründung zum „befürchteten Domino-Effekt“ hängt etwas in der Luft. Es steht völlig offen, warum andere Länder „ganz automatisch“ folgen müssten, wenn Griechenland die Euro-Zone verließe.

Vielmehr liegt der Verdacht nahe, dass Griechenland nur deshalb in der Euro-Gemeinschaft gehalten werden soll, um dem Mitgliedsstaat auf einfachem Wege zu Liquidität verhelfen zu können. Schließlich stehen die Helenen u.a. in der Verpflichtung, die erhaltene Hilfestellung für die Aufnahme in die Euro-Zone, auf „Heller und Pfennig“ zurück zu zahlen. Das stünde ganz besonders für die Großbank Goldman Sachs im höchsten Interesse. Steht doch an diesem Punkt noch eine Rechnung für div. Devisen-Tricksereien offen, die den griechischen Haushalt etwas aufpolierten, um die Aufnahmekriterien erfüllen zu können.

Landen am Ende weitere Milliarden in Athen, obwohl vorweg getroffene Vereinbarungen, bzw. Verträge nicht erfüllt worden sind, zeigte das wiederholt auf, mit welchen „abenteuerlichen“ Maßnahmen im Rahmen eines „vertraglich geregelten“ ESM und den unbegrenzten Anleihekäufe durch die EZB zu rechnen sind.

Es wird nicht bei den fragwürdigen aber harmlosen EU-Regelungen wie die gern zitierten „Krümmungs-Radien der Bananen“ bleiben, sondern wirklich ans Fundament eines jeden Bewohners der Euro-Zone gehen.

Bild: Wilhelmine Wulff / pixelio.de

Beitrag anderen Menschen mitteilen

Ein Gedanke zu „Werden EU-Regelungen endgültig in die Absurdität geführt?

  • Alles abgesprochen, mich überrascht nichts mehr, es kann kommen was mag, es läuft ab wie auf Gleisen geführt

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.