Weniger Kauflust in EU & Eurozone – Dafür mehr Sparlust?

Inflation –


Die Menschen im Euroraum und in der EU haben für den Konsum gemäß offiziellen Statistiken weniger Lust, denn das verfügbare Geld scheint angestiegen zu sein. Dafür sei die Lust am Sparen größer geworden.

Höhere Preise steigern Sparer-Lust?

Bargeld   Höhere Preise befördern anscheinend die Lust am Sparen

Wenn die Preise steigen und die Gehälter den Verteuerungen mit immer größerem Abstand hinterher eilen, dann verringert dies ganz automatisch den finanziellen Spielraum der Konsumenten. Die seit gut einem Jahr anhaltende Inflation hat deshalb nicht nur die Preisschilder in den Supermärkten „auffrisiert“, sondern auch das Volumen der Geldbeutel der Menschen geschmälert. Irgendwann müssen beim Konsum Abstriche vorgenommen werden und dies schlug sich bereits in den Zahlen bei den Konsumausgaben auf der EU-Ebene nieder. In der Leseart der Statistiker verfügten die Menschen in den Wirtschaftszonen dennoch über mehr Geld und dieses legten sie verstärkt auf die hohe Kante.

Konsum ausgebremst rückläufig

Aufgrund der „ungewöhnlich“ anhaltend hohen Inflationsrate geht die Spanne zwischen nominalen und realen Zahlen relativ weit auseinander. Nominal gibt der Konsument zwar mehr Geld aus, aber real hat dieser dafür auch noch weniger Ware bekommen, als dies vor einem Jahr der Fall gewesen wäre.
Im ersten Quartal 2023 sank der reale Konsum eines jeden Bewohners des Euroraumes um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Immerhin eine „Entschleunigung“ nach einem Rückgang von 1,6 Prozent im Vorquartal, so die EU-Statistikeinrichtung Eurostat.

Einkommen weiter angestiegen (brutto)

Im gleichen Vergleichszeitraum stieg das reale Pro-Kopf-Einkommen der Privathaushalte um 0,1 Prozent an, nach einem Rückschritt um 0,5 Prozent im letzten Quartal 2022. In der EU ging der reale Konsum um 0,2 Prozent zurück, nach 1,4 Prozent Rückgang im Vorquartal. Das Real-Einkommen stieg im ersten Quartal um 0,5 Prozent an, nachdem es im vierten Quartal 2022 um 0,4 Prozent abwärts ging. Das verfügbare Bruttoeinkommen der Privathaushalte stieg in den ersten drei Monaten des Jahres 2023 im Euroraum um 2,0 Prozent und in der EU um 2,7 Prozent an. Die Eurostat-Statistiker erklären diesen Anstieg anhand der stark gestiegenen Gehälter sowie den in der EU stark zugenommenen Sozialleistungen. Für eine Gegenbewegung sorgten hingegen die Steuern für Einkommen und Vermögen in beiden Wirtschaftsgebieten der Eurozone und EU.

Unterschiedliche Entwicklungen

Gemäß der „Statistiker-Auswertung“ hatten die Privathaushalte mehr Ambitionen für Sparmaßnahmen. In der Eurozone stieg demnach die Sparquote gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozentpunkte und in der EU um 0,6 Punkte an. Die höchsten Anstiege bei der Sparquote wurden in den Mitgliedsländern Belgien (3,1 Punkte), Dänemark (3,3 Punkte) und Ungarn (9,4 Punkte) festgestellt. Am meisten rückläufig war die Sparquote in Frankreich (-0,5 Punkte), Tschechien (-0,6 Punkte) und Portugal (-1,2 Punkte).

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