Weitere 5,5 Mrd. Euro Steuergelder für die Dexia Bank

Bankenkrise-

Mit 5,5 Milliarden Euro erhält die französisch-belgische Großbank Dexia eine nächste Hilfstranche, die eine Abwicklung des angeschlagenen Instituts verhindert und mit der Verstaatlichung letztendlich den Steuerzahler in die Verantwortung zieht. Die EU-Kommission hat die Überweisung genehmigt.

Weiterer Rettungsversuch der Dexia Bank

Dexia-Pleite
Dexia erhält nächsten Hilfskredit

Die EU-Kommission hat dem Vorschlag der französischen und belgischen Regierungen stattgegeben und für die Dexia eine Finanzspritze in Höhe von 5,5 Milliarden Euro durch gewunken. Das Geldinstitut hat ihren Hauptsitz in Brüssel und damit wird quasi eine Bank „im eigenen Hause“ vor dem Untergang gerettet.

Dexia ist ein relativ junges Kreditinstitut, das erst 1996 aus dem Zusammenschluss der ehemaligen Banken Crédit Local de France und Crédit Communal de Belgique entstand und hauptsächlich Finanzierungen für die öffentliche Hand leistete. Bereits 2008 geriet das Geldhaus aufgrund der Finanzkrise in große Schwierigkeiten und wurde durch finanzielle Hilfen von Frankreich, Belgien und Luxemburg über Wasser gehalten. Die Gesamtsumme betrug knapp 6,4 Milliarden Euro. Dafür wurden den Ländern Belgien und Frankreich Dexia-Anteile von je 5,7 Prozent zugeteilt.

In den Strudel geriet Dexia aufgrund der in prekäre Schieflage geratenen Hypo Real Estate (HRE), die als Tochter der irländischen Depfa Bank eine kleine Kettenreaktion auslöste. Die Depfa Bank war gegenüber der Dexia ein Schuldner zu Kreditsummen in Milliardenhöhe.

Im Herbst 2011 kündigte Dexia S.A die Auslagerung von riskanten Wertpapieren in einem Volumen von 95 Milliarden Euro in eine Bad Bank an. Letztendlich wurde der einst weltweit größte Kommunalfinanzierer aufgespalten und u.a. von der Banque Postale und der französischen Staatsbank CDC und übernommen.

Erst im vergangenen November einigten sich Frankreich und Belgien darauf, weitere 5,5 Milliarden Euro in die marode Bank zu stecken. Damit soll eine „eigentlich fällige“ Abwicklung verhindert werden, zum Preis der fast vollständigen Verstaatlichung. Lt. Faz.net (Freitag) gingen Experten davon aus, dass eine Dexia-Pleite ähnliche Auswirkungen wie einst durch die Investment-Bank Lehman Brothers haben könnte.

Tarifometer24.com – Tarife – News – Meinungen

Schreibe einen Kommentar

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.