Weihnachtsgeld Vorteile für tarifgebundene Arbeitsplätze

Weihnachtsgratifikation-


Kurz vor Jahresende stellen sich die Arbeitnehmer meist die Frage, wie hoch wohl das Weihnachtsgeld ausfallen wird, nachdem der Fiskus seine offene Hand dazwischen gehalten hatte. Wenn ein Beschäftigter seine „weihnachtliche Sonderzahlung“ aufgrund tariflicher Bindungen zumindest in Brutto selber berechnen kann, ist das gar nicht selbstverständlich, denn ein Großteil der Arbeitnehmer erhält überhaupt kein Weihnachtsgeld.

Wer kann auf wieviel Weihnachtssonderzahlung hoffen?

Weihnachtsgratifikation
Hoffnung Weihnachtsgeld
Bild: Wilhelmine Wulff / pixelio.de

Mit 55% erhalten nur etwas über die Hälfte der Arbeitnehmer eine Weihnachtsgratifikation. Gewinnbeteiligungen werden an rund 17% der Beschäftigten ausgezahlt und 21% erhalten eine sonstige Sonderzahlung.

Der Lohnspiegel.de (30.10.2012) hat mit der unterstützenden Online-Umfrage des WSI-Tarifarchivs der Hans-Böckler-Stiftung rund 17.000 Beschäftigte befragt, wie es um ihre Chancen für ein Weihnachtsgeld steht.

Unterschiedliche Chancen auf Weihnachtsgeld

Männer mit erhalten zu 56% meist mehr Weihnachtsgeld als 53% der Frauen.

Zwischen Ost und West sind nach wie vor Unterschiede feststellbar. Von allen Beschäftigten erhalten in Ostdeutschland 39% ein Weihnachtsgeld und in Westdeutschland dagegen 59%.

Leiharbeiter erhalten mit 49% knapp zur Hälfte ein Weihnachtsgeld

Arbeitnehmer mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten zu 57% ein Weihnachtsgeld und Beschäftigte mit einem befristeten Arbeitsvertrag lediglich zu 46%

Ist der Arbeitgeber an einen Tarifvertrag gebunden, profitieren auch die Arbeitnehmer davon. Tarifliche Bindungen sorgen für ein Weihnachtsgeld für 70% der Arbeitnehmer, deutlich abgeschlagen dagegen die Beschäftigten ohne tarifliche Bindung ihres Arbeitgebers. In diesem Fall sind es nur 42%.

Die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft wirkt sich positiv aus. Mitglieder erhalten zu 66% und Nichtmitglieder lediglich 53% Weihnachtsgeld.

Quelle: lohnspiegel.de / WSI-Archiv

Etwas Bewegung nach Tarifabschlüssen

Die Untersuchung ergab, dass sich die tariflich festgelegten Weihnachtsgelder gegenüber den Vorjahren kaum verändert haben. Lediglich höher ausgefallene Tarifabschlüsse führten letztendlich auch zu einem Anstieg der Weihnachtssonderzahlungen von plus 1,6% (Kraftfahrer im priv. Verkehrsgewerbe, NRW) und plus 2,0% in der Druckindustrie. Die Beschäftigten der Chemischen Industrie (West) können sich 2012 auf ein um durchschnittlich 4,5% angehobenes Weihnachtsgeld freuen.

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