Weihnachts-Budget 2013: Konsumrausch für Konjunktur fällt aus

Weihnachtsgeschäfte 2013-


Die EU-Bürger müssen mehr konsumieren, um die Konjunktur vor dem endgültigen Untergang zu bewahren. Besonders in den Ländern, wo die Menschen noch sehr viel Geld übrig zu haben scheinen, also ganz besonders in Deutschland. Die geplanten Ausgaben für das Weihnachtsgeschäft 2013 zeigen jedoch ein Ausbleiben der Erfolge jeglicher Motivationsversuche.

Weihnachtsgeschäft

Für den gewünschten Kaufrausch hat EZB noch einen Trumpf parat: Negativ-Zinsen

Konsum-Antrieb scheint für Weihnachten 2013 noch nicht zu greifen

Lebkuchen, Spekulatius und Schoko-Weihnachtsmänner stehen überflüssiger Weise bereits seit September in den Regalen der Läden. Die ehemals ungeduldige Vorfreude auf die ersten Weihnachtsartikel kurz vor dem 1. Advent ist zu einer kommerziellen und auch abstumpfenden Aufwärmphase für die vom Einzelhandel alljährlich erhofften Weihnachtseinkäufe degeneriert. Angesichts der äußerst schwachen Konjunkturphase bei den „exportwütigen“ deutschen Unternehmen seien die „Mittel für den Zweck geheiligt“. Die Konsumenten müssen deshalb für eine Wirtschaftsbelebung durch eine verstärkte Binnennachfrage sorgen.

Die Europapolitik sowie der „Hüter der Gemeinschaftswährung“, die Europäische Zentralbank (EZB), haben es bereits offen ausgesprochen. Die derzeitige Geldpolitik und daraus resultierenden Mickrig-Zinsen sollen die Menschen raus aus ihren Sparbüchern und hin in die Einkaufsstraßen treiben, um der beständigen Geldentwertung durch den sinnlosen Einkauf zu entgehen. Was bietet sich mehr an, als den angestrebten Dauer-Konsumrausch der Bürger mit dem Weihnachtsgeschäft in Verbindung zu bringen?

Doch der Verbraucher scheint das Spiel mit diesen Regeln nicht mitspielen zu wollen. Denn nur rund jeder Siebte plant das Budget für die Weihnachtsbeschaffungen höher als letztes Jahr ein. Im Schnitt will der Bundesbürger zum Weihnachtsfest 2013 361,- Euro für die Geschenke und Utensilien ausgeben. Das ergab eine von Bank of Scotland beauftragte Umfrage vom Meinungsforschungsinstitut forsa.

Ein Betrag der für sehr viele Haushalte in Deutschland in den Bereich der Utopien angesiedelt ist. Die Anstrengungen aus Brüssel und Frankfurt, die Konsumenten zu dem zu bewegen, worin die großen Unternehmen und Kreditinstitute sichtlich nicht in der Lage sind, scheinen nicht von großem Erfolg gekrönt zu sein. So „pragmatisch“ sich der Deutsche im Sparverhalten trotz Negativ-Renditen zeigt, so Gelassen reagiert er auch auf Motivations-Ansätze zum gesteigerten Konsum.

In den vergangenen Jahren hat sich am Einkaufsverhalten der Bürger zum Weihnachtsgeschäft nicht sehr viel geändert. Für Weihnachten 2013 will mit 58 Prozent eine Mehrheit in etwa gleich viel Geld wie im vorherigen Jahr ausgeben. Die Weihnachtsausgaben 2012 betrugen im Schnitt 345,- Euro, im Jahr 2011 372,- Euro.

Die Vorweihnachtsstimmung wirkt auf die einzelnen Bundesländer offenbar unterschiedlich intensiv ein. Die Brandenburger kalkulieren Weihnachtsausgaben in Höhe von 278,- Euro ein, im Mittelfeld Bayern mit durchschnittlich 357,- Euro. Die Berliner und Bürger Sachsen-Anhalts kommen mit 410,- bzw. 432,- Euro in deutlich mehr Weihnachts-Konsum-Schwung.

Sollten die bereits von der EZB ausgesprochenen „theoretischen“ Möglichkeiten von „Negativ-Zinsen“ in die Praxis umgesetzt werden, dann könnte dies durchaus einen Effekt auf die Erfüllungen von künftigen Weihnachtswünschen haben. Negative Zinsen hätten den unangenehmen Effekt von „Gebühren“ für das auf der Bank angelegte Geld. Dieses „Strafentgelt“ könnte sogar den äußerst gelassenen Bundesbürger dazu bringen, Bargeld in Waren zu tauschen. Gegen das Horten von Scheinen und Münzen unter der Matratze wird bis dahin mit Sicherheit ein Gegenmittel gefunden worden sein. Die Bestrebungen zur Abschaffung von Bargeld sind bereits ersichtlich.

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