Warnungen vor 2. Corona-Welle aus bekanntem Munde

Corona-Politik –


Mit der Sommer- und Urlaubssaison häufen sich die Warnungen vor einer zweiten Corona-Welle von denjenigen, welche die auf die „Interpretationen“ ausgesuchter Experten gestützten Maßnahmen zu verantworten haben.

Corona-Virus

Warnung vor der zweiten Welle ohne Darstellung der Dimension einer sog. ersten Welle

Das Erreichte solle gesichert werden

Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wird nicht müde, vor den Gefahren einer 2. Welle der Corona-Infektionen zu warnen. Mit dem Beginn der Urlaubssaison ermahnte der CDU-Politiker und Teilnehmer des „Young Leader Programs“ des American Council on Germany (ACG), ein Partnerprojekt der Atlantik-Brücke e.V., zur Vorsicht. Nun dürfe man nicht übermütig werden und es ginge jetzt darum „das Erreichte zu sichern“. Spahn, Gründer und ehemaliger Anteilseigner einer für Pharmaunternehmen tätige Lobbyfirma, der noch Mitte Februar die Gefahr einer Pandemie als eine „irreale Vorstellung“ bezeichnete und „übertriebene Sorge“ für grundlos hielt, will nun die Gefahren eines Ausruhens „in falscher Sicherheit“ erkennen. Die Pandemie sei noch nicht vorbei.

Ein paar offizielle Daten anerkannter Institutionen

Gemäß den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) wurden im Bundesgebiet bis zum 13.07.2020 insg. 198.963 Fälle einer Corona-Infektion gezählt. Bei 9.064 Todesfällen wurde Covid-19 in Verbindung gebracht. Gemessen an der Einwohnerzahl entspricht dies eine Infektionsquote von 0,24 Prozent und eine Sterberate von 4,56 Prozent zu den Erkrankten bzw. 0,011 Prozent zur Einwohnerzahl. Der jüngste Sonderbericht von Destatis zu den Sterbefallzahlen im ersten Halbjahr 2020 zeigt auf, dass die Zahlen in den vergangenen Jahren jeweils im ersten Halbjahr höher lagen als im aktuellen Jahr 2020. Die hohe Sterberate von mehr als 100.000 Menschen im März 2018 bringt Destatis mit einer stärkeren Influenza-Grippewelle in Verbindung.

Das Altersmedian der Todesfälle „mit“ Coronavirus (nicht „durch“ Coronavirus, so die offiziellen Angaben) liegt lt. Statista aktuell bei 82 Jahren. Einen markanten Anstieg der mit Corona in Verbindung gebrachten Todesfälle gibt es erst in der Altersstufe 50 bis 59 Jahren mit 320 Fällen. In der Altersgruppe 60 bis 69 Jahren wurden bisher 868 Todesfälle gezählt. In der Gruppe der 70- bis 79-Jährigen zählten die Statistiker 2.036 Fälle. Die mit Abstand größte Gruppe der Betroffenen ist mit 4.002 Fällen die Altersstufe 80 bis 89 Jahre. Im höheren Alter zwischen 90 und 99 Jahren wurde bei 1.135 Fällen Corona ins Spiel gebracht. Der statistische Abschluss findet bei 100+ statt und in dieser Altersstufe wurden 51 Todesfälle gezählt.

Die weltweiten Fälle einer Corona-Infektion werden derzeit mit rund 12 Millionen beziffert. Ein Anteil von rund 0,16 Prozent der Erdbevölkerung. Pro Jahr erkranken weltweit rund 500 Millionen Menschen (6,85 %) an Influenza und davon anteilig im Halbjahr 2014/2015 gut 70.200 Fälle (RKI) nur im Bundesgebiet.

Jens Spahn sollte vor der Warnung vor einer zweiten Welle erst einmal die Dimensionen der ersten Coronawelle erklären, die bis dato nur rund 2,5 Prozent einer Influenza-Grippewelle entspricht.

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