Währungskrieg & Börsen-Euphorie – Vermögensverwalter warnen

Eurokrise – Goldreserven-


Wenn die bereits im 2-stelligen Billionen-Bereich aufgeblähten Bilanzen der Notenbanken platzten und der Währungskrieg zwischen den Nationen den Geldwert zerfetzte, wird am Ende das Edelmetall Gold hervor blitzen und seinen geschätzten Wert darbieten. Die Vermögensverwalter und Geschäftsführer von Mack & Weise sehen die derzeitige Hausse an der Börse als ein Warnsignal.

Blinde Euphorie an den Börsen könnte für böses Erwachen sorgen

Gold
Der Rest wird aus Gold bestehen

Glaubte man an immer wiederkehrende Ereignisse, die bereits in der Vergangenheit stattgefunden hatten, könnte sich der derzeitige bereits an Euphorie grenzende Optimismus an den Börsen als der Anfang einer Marktwende herausstellen. Die Vermutung einer Geschichtswiederholung ließe sich in der Markt- und Finanzwelt anhand einiger Beispiele dingfest machen. Von diesem Risiko gehen Martin Mack und Herwig Weise, beide geschäftsführende Gesellschafter der Hamburger Vermögensverwaltung Mack & Weise, aus. In einem Gastbeitrag bei der WirtschaftsWoche (wiwo.de) (Sonntag) warnen die Vermögensverwalter vor einem geradezu fatalen Trugschluss einer scheinbar beendeten Euro-Krise.

Die als beendet erklärte Eurokrise brachte demnach zahlreiche Finanzberater auf den Plan, die aufgrund der Nullzinspolitik die Aktien als eine „alternativlose Anlage“ herausstellten, mit Aussichten auf risikolose Gewinne. Einige Medien wären bereits auf den gleichen Zug gesprungen und titelten auf ihren Seiten u.a. die „Aufmache eines 10.000-Punkte-DAX“. Diese Signale steuerten den Optimismus inzwischen in die Richtung einer Euphorie.

„Niemand kann die Entwicklung in den nächsten Monaten vorhersehen“
Mack und Weise warnen in WiWo vor dem Irrtum, die enormen Risiken und „Nebenwirkungen der aktuellen Krisenpolitik“ einfach zu ignorieren. Kein Mensch könne die Entwicklung der nächsten Monate oder Jahre voraussagen, aber der Glaube der überwiegenden Mehrheit, die Notenbanken verfügten über eine Allmacht, könnte sich als ein sehr teurer Irrtum entpuppen.

„Es wurde kein einziges grundsätzliches Problem gelöst“
Seit dem Anfang der Krise 2007 wäre nicht ein einziges Problem gelöst, das der Krise zugrunde liegt, erklärten die Vermögensverwalter. Gleichzeitig wurde jedoch das „folgenreichste geldpolitische Experiment in der Geschichte der Menschheit gestartet.“

Die Notenbanken verlören immer mehr an Einfluss auf die Märkte und könnten kaum noch positive Effekte auf die Realwirtschaft bewirken. Anzeichen dafür wären die in eine Rezession gefallene Euro-Zone und die im letzten Quartal 2012 leicht zurück gefallene Wirtschaft der USA. Diese Entwicklungen seien zu beobachten, obwohl die Industriestaaten trotz ihrer Appelle für Sparmaßnahmen dennoch ihre Verschuldungen mit Hochgeschwindigkeit in die Höhe trieben.

Längst entfachter Währungskrieg
Martin Mack und Herwig Weise zeigen im Gastbeitrag bei WiWo einen längst ausgebrochenen Währungskrieg zwischen den einzelnen Nationen auf. Selbst wenn Jens Weidman, Präsident der Bundesbank, glaubte, dass das „internationale Währungssystem ohne Abwertungswettläufe durch die Krise gekommen“ sei, so Mack und Herwig, obwohl seit dem Ausbruch der Krise die Bilanzen der Notenbanken auf elf Billionen Dollar aufgebläht wurden, wäre der im Jahr 2012 von Brasiliens Finanzminister Guido Mantega „gebrandmarkte Währungskrieg“ bereits im vollen Umfang losgetreten.

„Groteske politische Diskussionen um die Verschuldungsgrenze der USA“
Das eminent wichtige Vertrauen von der Politik würde bereits leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. Einen Beleg darin erkennen die beiden Geschäftsführer von Mack & Weise in der „grotesken politischen Diskussion um die Aushebelung der gesetzlichen Verschuldungsobergrenze der USA“.

Den Anfang machte demnach Paul Krugman, ein Nobelpreisträger für Wirtschaft. Tatsächlich kam einer Bankrotterklärung gleich, die Diskussion über die Prägung einer 1-Billion-Dollar-Münze aus Platin, damit die Staatsschulden noch vor Ablauf des Jahres unter der Schuldenobergrenze gehalten werden könnten. Letztendlich wurde der Ablauf-Termin auf den 19. Mai 2013 verlegt.

„Gold steht als Gewinner im Wettbewerb bereits fest“
Die Notenbanken wären dazu gezwungen die Ausweitung der Geldmengen immer weiter voranzutreiben, damit die Schuldenillusion weiter aufrecht gehalten werden könne, so Mack und Weise. Die Federal Reserve (Fed, US-Notenbank) plante allein für das Jahr 2013 weitere 1.02 Billionen US-Dollar zu drucken. Die Vermögensverwalter gehen davon aus, dass insbesondere die asiatischen und lateinamerikanischen Notenbanken als Gegenreaktion die gleiche Maßnahme ergreifen werden wie bereits im Jahr zuvor.

Sie werden Gold als einen sicheren Hafen ansehen und ihre Vorräte mit dem gelben Edelmetall weiter ausbauen. Im Jahr 2012 deckten sich die Zentralbanken der Schwellenländer bereits „rekordbrechend“ mit weiteren 536 Tonnen ein.

Gold wird über die Zeit immer stärker aufwerten und vermutlich könnte auch die Deutsche Bank die „Nähe“ zum physischen Gold wertschätzen, vermuteten die beiden Geschäftsführer.

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