Wählerstimmen scheinen nur grobe Orientierungen zu sein

Wahl-Farce –


Die Diskussionen rund um die Behandlung der in Thüringen abgegebenen Wählerstimmen scheint den „Etablierten“ eher zu schaden als nützlich zu sein. Am Ende könnte eine Regierung entstehen, die dem Wählerwillen völlig widerspricht.

Wahllokal

Regierungsbildung völlig losgelöst von den Stimmenanteilen?

Etablierte und Möchtegern-Etablierten bauten ab

Die Union aus CDU/CSU haben lt. für BILD>(Dienstag) erstellte INSA-Umfrage binnen einer Woche 2 Prozentpunkte der anteiligen Wählergunst verloren. Derzeit erreichte die Union auf Bundesebene nur noch 27 Prozent der hypothetisch abgegebenen Stimmen. Zu den Verlierern zählt auch die SPD mit einen halben Punkt Abzug. Die ehemalige Volkspartei erhielte aktuell nur noch 12,5 Prozent. Die derzeitige Große Koalition kann sich somit zusammen auf lediglich 39,5 Prozent der abgegebenen Stimmen stützen.

Die Grünen ließen wie die schon als Schwesternpartei anmutende SPD ebenfalls einen halben Punkt hinter sich. Bündnis90/Die Grünen kommen auf 21 Prozent. Zu den Zugewinnern zählen mit je einem halben Pluspunkt die FDP (9,5 %) und die Linke (9 %). Die AfD konnte ihren Zuspruch ebenso um einen halben Punkt auf nunmehr 15 Prozent ausbauen. Die sonstigen Parteien stockten um einen Punkt auf und erhielten bei einer Bundestagswahl aktuell 6 Prozent der Stimmen.

Wie eine mögliche Koalition mit parlamentarischer Mehrheit aussehen könnte, rechnete lt. BILD INSA-Chef Hermann Binkert vor. Auf 49 Prozent würde eine Zusammenarbeit zwischen Union, SPD und FDP kommen. Ein Team aus Union und Grüne ergäbe 48 Prozent. Binkert geht davon aus, dass die derzeitigen Diskussionen über eine Kooperation zwischen Union und Linke vor allem den Christdemokraten schade. Die der CDU zugeneigten Wähler begegneten diese Vorstellung mit einer großen Skepsis.

Landtag Thüringen könnte Wahl-Farce offenlegen

Wie eine tatsächlich ausgegangene Wahl gehandhabt werden kann, zeigt ohnehin das Beispiel Landtag Thüringen. Gemäß den Ergebnissen der Wahlkreis- und Landesstimmen erhält Die Linke 29, die CDU 21, die AfD 22, die SPD 8 und FDP sowie Grüne je 5 Sitze. Lediglich die Koalition aus Linke und CDU würde zumindest die jeweiligen Stimmenanteile auch in der Regierungskonstellation repräsentieren. Allerdings ist kaum anzunehmen, dass die CDU-Wähler eine Linke und die Linke-Wähler eine CDU in der Regierung haben wollten. Um die AfD, immerhin mit deutlich mehr als ein Viertel der abgegebenen Stimmen, aus dem Landtag herauszuhalten, steht nun sogar eine Rot-Rot-Grün-Koalition zur Debatte und dies als eine sog. Minderheitenregierung. Damit kämen Grün und SPD als quasi Schlusslichter an die Landesregierung und würden den Wählerwillen diametral widersprechen.

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