Volksabstimmung in der Schweiz – Undenkbar für Bundesrepublik

Referendum –


Am Sonntag steht in der Schweiz wieder eine Volksabstimmung an. Ein Vorgang, der in der Bundesrepublik nicht nur Stirnrunzeln bei den verantwortlichen Politikern erzeugt, sondern auch undenkbar erscheint.

Glückliche Kühe

Schweizer sind um das Glück ihrer Kühe besorgt – Deshalb Referendum

Bundesbürger sind offenbar unfähig für politische Entscheidungen

Die Schweiz führt wieder einmal vor, wie eine direkte Demokratie funktionieren kann. Es handelt sich zwar aktuell „nur“ um Kühe, aber maßgeglich ist letztendlich das durchgeführte Referendum, welches den Bewohnern in der Bundesrepublik bisher verwehrt ist.

Offenbar sind Schweizer einfach dazu fähig, selbst über ihre Belange zu entscheiden und ihren gewählten Vertretern auch während einer Regierungsphase dementsprechend Anweisungen zu geben. Die Bundesbewohner eben nicht. Auch wenn es sich um vermeintlich triviale Angelegenheiten wie Hörner handelte, scheinen die Bundespolitiker in ihre Wähler keinerlei Vertrauen zu legen. Das müsste Angehörigen der Bundesregierung und auch den Parlamentsmitgliedern eigentlich zu denken geben, ob sie nicht vielleicht aus Gründen „verwirrter Geister“ auf ihre Posten gehievt worden sind. Mal von den derzeit über 100 „Vertretern“ abgesehen, die aufgrund von Überhangs- und Ausgleichsmandaten im Parlament landeten. Diese sind fein raus, denn das war rein systembedingt und hat mit Wählerwillen nichts zu tun.

Am Sonntag wird in der Schweiz darüber abgestimmt, ob auf den Weiden des Alpenlandes wieder mehr Kühe mit Hörnern ihr Dasein fristen dürfen, oder ob die Hornlosigkeit eine Fortsetzung finden soll. Die Befürworter plädieren auf das Naturrecht der Kühe und die Gegner warnen vor den hohen Verletzungsgefahren, wie Deutschlandfunk berichtet.

Zu den Gegnern einer Gesetzesänderung gehören auch die gegenwärtige Regierung sowie das Parlament der Schweiz. Deren Begründungen könnten zwar durchaus vertreten werden, aber am Ende entscheidet das Schweizer Volk, wohin die Richtung gehen soll. In der Bundesrepublik undenkbar. Da werden nach dem Schließen der Wahllokale die Schotten für die nächsten vier Jahre dicht gemacht, egal wie die Umfragen zu beliebigen Themen (in Wirklichkeit) ausfallen.

Referendum im Bundesgebiet – Suspekt!

Dass auch dem Deutschlandfunk eine Volksabstimmung etwas suspekt erscheint, kann durchaus zwischen den Zeilen herausgelesen werden. Der Initiator der nun anstehenden Abstimmung in der Schweiz wird als „Alm-Öhi mit wildem Rauschebart“ vorgestellt, der nicht nur gegen den Vietnamkrieg und den Kapitalismus, sondern auch gegen eine „rigide Sexualmoral“ kämpfte und nun für Kühe mit Hörnern „wirbelt“. Also ein „drolliger Querulant“ und nicht ganz für voll zu nehmen.

Ein Volksentscheid in der Bundesrepublik. Nicht auszudenken.


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