Versicherungswirtschaft verpasst den Konjunktur-Aufschwung

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Die Versicherer durchleben offenbar die Übergangszeit zu mageren Zeiten. Der hauchdünne Aufschwung in Deutschland lässt den Sektor Assekuranzen außen vor. Die Anzahl der Vollbeschäftigten und gemeldeten Versicherungsvermittler schrumpft seit Jahren beständig.

Abschwung

Die fetten Jahre scheinen für Assekuranzen erst einmal vorüber zu sein

Der Stellenabbau bei Versicherern ist im vollen Gange

Die Anzahl der Erwerbstätigen in Deutschland stieg in den vergangenen Jahren beständig an. Zwischen den Jahren 2007 und 2013 ist die Beschäftigtenzahl lt. der Bundesbehörde für Statistik (Destatis) um knapp 5 Prozent angestiegen. Im Jahr 2013 waren demnach 41,8 Millionen Personen in Deutschland erwerbstätig.

Der Zuwachs der Erwerbstätigen – mal von der Qualität der Beschäftigung abgesehen – erreichte jedoch nicht alle Berufssparten gleichzeitig. Der Sektor Dienstleistungen insgesamt konnte bis 2013 um rund sechs Prozent zulegen. Im Gegensatz zur Sparte der Versicherungs- und Finanz-Dienstleister. Hier ging die Anzahl der Erwerbstätigen sogar um rund 3 Prozent zurück.

Ein gerade noch spürbarer Aufschwung in Deutschland scheint an der Versicherungswirtschaft vollkommen unbemerkt vorbei zu ziehen. Das produzierende Gewerbe konnte um gut einen Prozent zulegen, gefolgt vom Baugewerbe mit einem Plus von rund fünf Prozent. Der Dienstleistungssektor erreichte einen Zuwachs von ca. sechs Prozent.

Nach Informationen des Arbeitgeberverbandes der Versicherungs-Unternehmen in Deutschland (AGV) waren im Jahr 2002 noch 248.100 Personen in der Assekuranz beschäftigt. Die Anzahl ging bis zum Jahr 2012 auf 214.000 Erwerbstätige zurück.

Der Stellenabbau bei den Versicherungsunternehmen scheint im vollen Gange zu sein. Die Axa-Versicherungsgruppe setzt die Pläne zum Stellenabbau bereits um. Rund 1.600 Arbeitsplätze für Vollzeitbeschäftigte sollen dem Rotstift zum Opfer fallen. Eine ähnliche Situation auch bei der Ergo. Ein Sprecher des Versicherungsunternehmens bestätigte die Anfrage von VersicherungsJournal und sprach von rund 1.300 Vollzeitstellen. Zahlreiche Arbeitsplätze wackeln auch bei der Generali Gruppe Deutschland, beim Talanx-Konzern sowie bei den Basler Versicherungen.

Den markanten Trend entgegen den „propagierten Aufschwung“ in Deutschland zeigt auch die Anzahl der registrierten Versicherungsvermittler. Noch Anfang 2011 waren bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) 263.452 Versicherungsmittler gemeldet. Zum Jahresbeginn 2014 war deren Anzahl auf 246.776 gesunken.

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