Vermögensverteilung viel ungerechter als bisher angenommen

Reichtum – Armut –


Der Einbezug der gewichtigen Reichen im Bundesgebiet zur Ermittlung des Gesamtvermögens und dessen Verteilung ergibt auf einen Schlag ein ganz anderes Bild. Neue offizielle Zahlen kommen der Realität nun bedeutend näher.

Armut trotz Rente

Die systematische Verarmung im Bundesgebiet kann nicht mehr verdeckt werden

Reiche noch reicher – Arme noch ärmer

Kaum sieht man genauer hin, schon sieht die Vermögensverteilung im Bundesgebiet völlig anders aus. Nicht nur, dass das Gesamtvermögen der Privathaushalte mit dem detaillierten Hinsehen von ursprünglich angenommenen 8,2 Billionen auf 10,3 Billionen Euro anstieg, sondern dass auch die Verteilung dieser riesigen Summe weitaus größere Kontraste bietet als die bisherigen Ansichten. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) nach einer erweiterten Beleuchtung des Vermögens der „obersten Schwerreichen“ zu ganz neuen Zahlen und Verhältnissen. Demnach taten sich die großvermögenden Haushalte schon immer schwer, sich mit freiwilligen Angaben zu ihren finanziellen Verhältnissen bei entsprechenden Befragungen zu öffnen. Vorgenommene Stichproben innerhalb dieser Reichtums-Schicht änderte die bisherigen Sichtweisen enorm.

So summiert lt. DIW das reichste Prozent der Bundesbewohner nicht mehr 22 Prozent des Gesamtvermögens, sondern mit satten 35 Prozent gleich mehr als ein Drittel. Anders herum betrachtet besitzen die ärmere („untere“) Hälfte der Einwohner lediglich 1 Prozent des gesamten Netto-Vermögens.

Mit der einfachen Rechnung des Durchschnitts verfügte jeder einzelne Bundesbewohner über gut 122.600 Euro und zwar vom Säugling bis zum Greis. Auf den ersten Blick gar nicht mal so schlecht, aber die mit Abstand größte Mehrheit würde sich bei dieser Summe fragen, wo die eigenen versteckten Konten eigentlich verblieben sind. Ein viel realistischeres Bild zeigt z.B. ausschließlich die Betrachtung des Durchschnittsvermögens in der unteren Hälfte der Einwohner. Mit 3.682 Euro Nettovermögen im Schnitt zeigt sich hier ein durchaus nachvollziehbares Szenario. Im Club der Millionäre liegt das Durchschnittsvermögen bei jeden Einzelnen bei rund 3 Millionen Euro.

In der Kategorie der reichsten zehn Prozent sind nicht wie bisher angenommen 59 Prozent des Gesamt-Nettovermögens vereint, sondern etwas mehr als 67 Prozent.

Damit reiht sich die Bundesrepublik im Bezug auf die gerechte Vermögensverteilung im europäischen Vergleich als Schlusslicht ein. Der sog. Gini-Koeffizient (0=alle besitzen gleich viel, 1=ein Haushalt besitzt alles) wandert nach dem detaillierteren Hinsehen von vormals 0,78 auf nun 0,83 aufwärts.

Umso erstaunlicher ist es, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die einst die Gemüter ihrer Wähler und Nicht-Wähler bezüglich zum Vermögen im europäischen Vergleich damit beruhigen wollte, dass schließlich auch Ansprüche auf Renten bestünden, sich nun für die Umsetzung des „Wiederaufbaufonds“ mit so viel Engagement einsetzte. 750 Milliarden Euro, davon 390 Milliarden Euro als Geschenke vorgesehen und der deutsche Steuerzahler wieder einmal als der größte Fonds-Beitragszahler.

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