Verbraucherschützer fordern mehr Geld für Gebäudesanierung

Klimapolitik –


Das von der Bundesregierung vorgeschlagene Förderprogramm für energetische Gebäudesanierung scheint nur halbherzig bemessen zu sein. Verbraucherschützer fordern für den als Ziel gesetzten Klimaschutz ein Vielfaches der gewährten Steuervorteile.

Steuerraub

Forderung: Steuervorteile für Gebäudesanierungen müssten viel deutlicher ausfallen

1,5 Milliarden pro Jahr anstatt 700 Millionen in 4 Jahren

Wer als Eigenheimbesitzer sein älteres Gebäude einer energetischen Sanierung unterzieht, soll steuerliche Vorteile erhalten. Dafür hat die Bundesregierung im Referentenentwurf des Klimaschutzprogramms 2030 ein Budget von ca. 700 Millionen Euro für die Jahr 2021 bis 2024 vorgesehen. Allerdings sei dieses Fördervolumen viel zu gering angesetzt. Nötig wären mit 1,5 Milliarden Euro mehr als das Doppelte und zwar jedes Jahr, so der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Sollen echte Erfolge für den Klimaschutz im Bereich von Gebäuden erzielt werden, dann müsse die Bundesregierung für die energetische Gebäudesanierung deutlich mehr Geld bereithalten, so vzbv-Vorstand Klaus Müller.

Wer als Eigennutzer sein Wohngebäude energetisch saniert, soll nach gegenwärtigem Entwurf bis zu 20 Prozent der Investitionskosten von der Steuer absetzen können. Die dafür vorgesehenen 700 Millionen Euro für 4 Jahre seien viel zu gering angesetzt. Dazu komme, dass die sehr teuren Vollsanierungen von diesem Förderprogramm gar nicht eingeschlossen seien, obwohl diese Maßnahme einen hohen Klimaschutzeffekt nach sich bringen würde. Der vzbv fordert daher die steuerliche Förderung auch für Modernisierungen eines Gebäudes auf Effizienzhaus-Niveau.

Zusätzlich müssten die geplanten Sanierungen von einer unabhängigen Stelle als geeignet bestätigt werden, da bei Modernisierungen an mehreren Stellen nicht sichergestellt sei, ob diese untereinander energietechnisch sinnvoll sind.

Aussicht auf offenes Ohr ist äußerst gering

Auch beim sog. Klimaschutzprogramm ist es wieder einmal ersichtlich, dass bei der Einführung bzw. Anhebung von Abgaben die Zurückhaltung eher gering ausfällt, während Förderprogramme zugunsten der Haushalte mit Geiz begegnet werden. Die Forderungen des vzbv, die Steuervorteile um ein Vielfaches anzuheben, dürften auf taube Ohren stoßen. Diese laufen dem eigentlichen Ziel dieser Klimakampagnen, den Haushalten weiteres Geld zu entziehen, vollkommen entgegen.

Das Engagement der Privathaushalte in Sachen Energieeinsparung ist nicht nur höher als die der Industrie, sondern auch die einzig wirksame. In den vergangenen Jahren waren es im Bundesgebiet einzig die Haushalte, die einen verminderten Verbrauch von Primärenergie vorweisen können, während die Unternehmen weiter zulegten.

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