Verbandspräsidenten warnen vor EZB Leitzinssenkung

Leitzinsen Europa-


Am Donnerstag entscheidet die EZB über den Leitzinssatz. Sollte es zu einer weiteren Absenkungen kommen, fürchten GDV, DSGV sowie der BVR weitreichend negative Folgen für Sparer, Wirtschaft und auch Versicherer für die Altersvorsorge.

Absenkung Leitzins fördert unkalkuliebare Risiken

Leitzinssenkung
Niedrigere Leizinsen bergen enorme Gefahren

Die am Donnerstag anstehende Entscheidung über den Leitzins durch die Europäische Zentralbank (EZB) könnte mehr Schaden als Nutzen anrichten, wenn der bereits sehr niedrige Wert von 0,75 noch weiter abgesenkt werden sollte.

Zusammengeschlossen warnen der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) sowie der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) ausdrücklich vor einer weiteren Senkung des Leitzinssatzes.

Eine weitere Reduzierung des Zinssatzes würde der immer notwendigeren Altersvorsorge massiv entgegen setzen. Jeglicher weiterer Zinsschnitt würde die Sparguthaben schmelzen lassen und abfallende Zinsen nehme den Sparern den Anreiz für die Altersvorsorge.

Gefahren für die Euro-Zone
Für die gesamte Eurozone bildeten sich zusätzlich unkalkulierbare Risiken. Georg Fahrenschon, Präsident des DSGV, würde in einer Absenkung eines Zins „von nahe Null zu noch näher an Null“ keine positive Impulse für die Wirtschaft erkennen können sondern die Probleme noch verschärfen. Bereits jetzt schon käme das billige Geld nicht bei den Unternehmen an, so Fahrenschon. Der DSGV-Präsident forderte die Schaffung der Voraussetzungen, um den Einstieg in ein „normales Zinsniveau“ zu ermöglichen. „Die Sparer dürfen nicht dauerhaft ungefragt zu Solidarleistungen für Europa herangezogen werden“, so Fahrenschon.

Beständige Niedrigzinsen schaden der Finanzstabilität
Niedrige Zinsen würden auf Dauer nicht wirtschaftlich tragfähige Investitionen begünstigen, warnte Uwe Fröhlich, Präsident des BVR. Das billige Geld der Notenbank könne die Kreditvergabe in den südeuropäischen Ländern nicht fördern. Die schwierige Wirtschaftsverhältnisse und die hohen Kreditrisiken in den Ländern wären die Probleme und nicht der erschwerte Kreditzugang aufgrund zu hoher Zinsen. „Eine gezielte Förderpolitik auf nationaler Ebene würde den Kreditzugang viel eher erleichtern“, so Fröhlich.

Private Altersvorsorge wird unter Zinssenkung leiden
Für die private Altersvorsorge würden die Fehlanreize einer Leitzinssenkung negative Folgen haben, so Alexander Erdland, Präsident des GDV. Die Notwendigkeit einer privaten Vorsorge wäre ungebrochen, aber allein im Jahr 2012 erlitten die Lebensversicherer für ihre Kunden aufgrund der niedrigen Zinsen Mindereinnahmen in Höhe von 4 Milliarden Euro.

Tarifometer24.com – Tarife – News – Meinungen

Schreibe einen Kommentar

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.