USA und IWF schießen gegen Deutschlands Exportwirtschaft

Weltwirtschaft-


Die USA und der „getreue Mitstreiter“ IWF schießen sich gemeinsam auf die deutsche Exportwirtschaft ein. Die Bilanzüberschüsse müssen reduziert und gedeckelt werden. Deutschland belaste mit seiner Exportwirtschaft die gesamte EU.

Industrie

Deutsche Wirtschaftspolitik sei eine Belastung für die EU (und die USA)

Deutschland solle die Exportwirtschaft zügeln

Deutschlands Exportwut sei eine Belastung für die gesamte Europäische Union. Der Handelsüberschuss habe während dem Verlauf der Eurokrise einen viel zu großen Umfang erreicht und sei im vergangenen Jahr sogar größer als der Chinas gewesen. Diese als Rüge zu verstehende Feststellung ist direkt an die Wirtschaftspolitik Deutschlands zu verstehen und stammt aus dem jüngst erstellten Report to Congress on International Economic and Exchange Rate Policies vom US-Finanzministerium. Der Internationale Währungsfonds (IWF) stieg ins gleiche Boot und ermahnte Deutschland zur Zügelung seiner Exportwirtschaft.

Die Bundesrepublik solle sich dazu verpflichten, die Überschüsse zu reduzieren. David Lipton, Vize-Chef beim IWF, schlug lt. Informationen von SPIEGEL die Festlegung einer konkreten Zielgröße vor. Diese Grenze dürfe in der Zukunft nicht mehr überschritten werden.

Die Vertreter der deutschen Wirtschaft bezeichneten die Vorwürfe aus Übersee als „völliger Unsinn“. Deutschlands wirtschaftlicher Stabilität sei es zu verdanken, dass nicht ganz Europa vermutlich in eine Wirtschaftskrise schlittert, so der Hauptgeschäftsführer des Maschinenbauer-Branchenverbands VDMA Hannes Hesse lt. SPIEGEL. „Wir haben deshalb Überschüsse, weil wir so gut sind“, so der Wortlaut von Anton Börner, Chef des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA).

Gustav Horn, Chef des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), betrachtet die Vorwürfe gegen Deutschlands Bilanzen aus der Sicht der Kritiker. Die Argumente seien gerechtfertigt, denn am Ende schade sich Deutschland nur selbst, da ein großer Teil der Überschüsse über den Kapitalexport ins Ausland geschaffen werde.

Im Frühjahr rechnete das IMK einen Verlust von rund 20 Prozent des deutschen Auslandsvermögens vor. Die Leistungsbilanzüberschüsse haben bereits rund ein Fünftel ihres Wertes verloren.

Das Münchener ifo-Institut stellte für das Jahr 2012 einen deutlichen Anstieg in den Exportüberschüssen fest und wies darauf hin, dass dieses Kapital in Höhe von 218 Mrd. Dollar nur für 2012 fast vollständig als Kredite im Target-System stecke. Diese bestünden lediglich aus Forderungen und am Ende könne Deutschland darauf sitzen bleiben.

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