US-Politiker sieht USA zum Krim-Konflikt in der Verantwortung

Krim-Krise-


Die Berichterstattung der westlichen Medien über die Krim-Krise scheint sehr unausgewogenen bzw. einseitig zu sein. Russlands Präsident Putin steht im Rampenlicht als ein unberechenbarer Aggressor, der die Interessen der Ukraine rücksichtslos ignorierte und unterdrückte. Der ehemalige US-Staatskanzlei-Chef Lawrence Wilkerson sieht jedoch Washington für den gegenwärtigen Krim-Konflikt in der Verantwortung.

Ukraine

Die Halbinsel Krim als „Zerr-Objekt“ der wirtschaftlichen und politischen Interessen

„Naive Handlungen der USA“ beschworen Krim-Konflikt hervor

Die USA habe „naiv gehandelt“ und seien somit verantwortlich für die gegenwärtige Krise um die Halbinsel Krim. Die Reaktionen von Russlands Präsident Wladimir Putin seien zwar nicht „lupenrein“, aber durchaus verständlich. Dennoch handelte die russische Führung „klar und verständlich“, ganz im Gegensatz zu den Behauptungen, Moskaus Handlungen seien „unberechenbar“. Lawrence Wilkerson, ehemaliger Chef der Kanzlei vom Ex-Staatssekretär Colin Powell, erklärte im Gespräch mit RIA-Novosti, dass er das Handeln von Putin durchaus nachvollziehen könne.

„An seiner Stelle hätte ich das Gleiche getan“ und alle, die Putins Reaktionen als „unberechenbar“ bezeichnen, seien „entweder dumm oder Lügner“, so Wilkerson.

US-Präsident Obama wäre gut beraten, wenn er das Problem um die Halbinsel Krim zusammen mit den führenden EU-Repräsentanten und Präsident Putin erörterte, um die Krise mit einem Kompromiss beizulegen. Obama sollte sich darüber bewusst werden, dass die Krim-Krise durch das „ungeschickte Handeln der USA“ ausgelöst wurde, so Wilkerson. Ein solcher Kompromiss könne die Wahrung der russischen Interessen auf der Krim, den Schutz der Interessen der Krim selbst und die Anerkennung der ukrainischen Interessen beinhalten.

In diesem Fall würde es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit „um eine von Russland anerkannte aber von Europa und den USA nicht anerkannte unabhängige Krim handeln, die die Rechte aller Bürger schützen werde, ob der Mehrheit (der Russen) oder der Krimtataren und anderer Minderheiten“.

Putin müsse nun unmissverständlich klar stellen, dass „das Problem der nationalen Sicherheit Russlands auf der Krim Vorrang habe“, der Kompromiss seitens Moskaus jedoch eingehalten werde, sofern diese Interessen nicht gefährdet werden. Europa und die USA hätten sich auf die gleiche Art dazu verpflichten können, den eingegangenen Kompromiss nicht zu untergraben.

Ein solcher Kompromiss erscheint auch für Wilkerson derzeit als kaum machbar. Ein nun herbeigeführter Verzicht auf militärische Gewalt könne jedoch auf langfristige Sicht eine solche Übereinkunft real herbeiführen. Eine von den führenden Mächten gefundene Lösung zur Beilegung der Krise würde darüber hinaus die Neutralisierung der „Machtambitionen“ der ukrainischen Nationalisten herbeiführen.

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