US-motivierte Wirtschaftssanktionen schaden Konjunktur Deutschlands

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Die von den USA motivierten und von der EU ausgesprochenen erweiterten Wirtschaftssanktionen gegen Russland bleiben für die deutsche Konjunktur nicht ohne Folgen. Eine vollständige Einstellung sämtlicher Exporte würde lt. IW das BIP um 0,6 Prozent einknicken lassen.

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Sanktionen gegen Russland unter Federführung Washingtons schwächen deutsche Wirtschaft

Sanktionen nach dem Motto: „Dein Schaden ist größer als meiner“

„Mein Schaden ist groß, aber Dein Schaden ist noch größer“. Nach diesen Gesichtspunkten könnte die EU ihre Entscheidungen weiterer Sanktionen gegen Russland getroffen haben. Ein weiterer bitterer Beigeschmack ist die Tatsache, dass die treibende Kraft für fortgesetzte Strafmaßnahmen die USA sind und Brüssel die Interessen in Übersee bereitwillig umsetzt. Die EU degradiert sich selbst zum Opferlamm geopolitischer Begehrlichkeiten.

Nun ist Deutschlands Wirtschaft „traditionell“ auf Export ausgerichtet. Ein erheblicher Anteil der in Brüssel ausgesprochenen Sanktionen wird zu einem Bremsklotz für die deutsche Exportwirtschaft. Letztendlich ist der „Protest“ aus Berlin ausgeblieben, im Gegenteil, die Bundesregierung fährt auf ganzer Linie und Beifall klatschend mit.

Von den Gründen der Strafmaßnahmen und den kaum mit Beweisen untermauerten Vorwürfen gegen Moskau mal abgesehen, bleiben die empfindlichen Einschnitte im Wirtschaftsbereich nicht ohne Folgen für die Konjunktur in Deutschland.

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat die Auswirkungen eines Export-Stopps nach Russland anhand einer Modellrechnung durch kalkuliert. Kommen die Wirtschaftssanktionen gegen Russland zum Tragen, so entspräche die vollständige Einstellung der Exporte einem Verlust von rund 16,4 Milliarden Euro, bzw. eine Reduzierung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um -0,6 Prozent.

Diese Folgen auf die deutsche Wirtschaft seien dann der Fall, wenn alle Exporte nach Russland untersagt werden, die Importe aus Russland ebenfalls zum Erliegen kommen und weggefallenen Importe aus Russland durch Zulieferungen aus anderen mit Deutschland verbündeten Ländern ausgeglichen werden.

Der wirtschaftliche Schaden für Deutschland könne jedoch auch in einem geringeren Umfang ausfallen, sofern das Export-Verbot nach Russland nicht vollumfänglich ausgesprochen wird. Würden lediglich Waren sanktioniert werden, die im zivilen sowie auch im militärischen Bereichen genutzt werden können, so würde das BIP um 0,2 Prozent geringer ausfallen, bzw. einem Wert von rund 5,5 Milliarden Euro entsprechen.





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