US-Banken erreichten 2012 neue Rekordgewinne

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Die US-Kredithäuser fuhren im Jahr 2012 Gewinne ein, die so manchen Bankenexperten im europäischen Raum zum Staunen bringen. Den in den letzten Monaten bekannt gewordenen Milliardenverlusten europäischer Banken steht der im Jahr 2012 eingefahrene zweithöchste Gewinn in der US-Banken Geschichte gegenüber.

Das US-Kreditgeschäft florierte – Politik könnte ein Ende bereiten

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Riesengewinne für US-Banken im Jahr 2012

Während den europäischen Großbanken und Finanzinstituten langsam das Fundament weg zu bröckeln droht, scheinen die Finanzen für die Geldhäuser in Übersee wie „schmiert zu laufen“. In den USA fuhren die Banken im Jahr 2012 einen Rekordgewinn ein, der erst im Jahr 2006, also noch vor dem Beginn der Bankenkrise, getoppt wird.

Der US-Einlagensicherungsfonds Federal Deposit Insurance Corp. (FDIC) gab bereits am Dienstag in einer Studie bekannt, dass im vergangenen Jahr ein Nettogewinn von 141,3 Milliarden Dollar (entspr. rund 108 Milliarden Euro) erzielt worden sei. Die Summe entspräche dem zweithöchsten Gewinn in der Wirtschafts-Geschichte der USA. Der bisherige Rekord wurde im Jahr 2006 mit einem Gewinn von 145,2 Milliarden Dollar aufgestellt.

Weniger Rückstellungen für sog. faule Kredite
FDIC begründete den Gewinnzuwachs um mehr als 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit den reduzierten Rückstellungen, die Kreditinstitute für faule Kredite vornehmen mussten. Darüber hinaus erfuhr das Kreditgeschäft einen kräftigen Aufschwung. Als eine weitere stark angestiegene Einnahmequelle werden Gebührenerhebungen genannt.

Die deutschen Vertreter des Bankensektors, Commerzbank und Deutsche Bank, mussten im letzten Quartal 2012 herbe Verluste verbuchen. Gleichzeitig betrug der Gewinn der US-Banken im gleichen Zeitraum 34,7 Milliarden Dollar. Das entspricht einem großen Sprung von plus 37 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Gewinner sind lt. FDIC-Bericht nicht vereinzelte Kreditinstitute sondern eine Mehrzahl von rund 60 Prozent aller Banken, die ihre Gewinne kräftig steigern konnten.

Aufschwung mit absehbarem Ende
Noch vor der Bankenkrise fuhren die US-Banken Milliarden-Gewinne ein, die auf toxische Papiere, Derivate-Geschäfte und faulen Immobilien-Krediten basierten. Der „große und anhaltende Knall“ wurde mit dem Fall der Lehman Bank eingeläutet. Während 2012 das belebte Kreditgeschäft für einen „Vize-Rekord“ zu den Nettogewinnen sorgte, könnte die steile Bergfahrt jedoch schnell wieder beendet sein. Martin Gruenberg, Chef des US-Einlagensicherungsfonds, glaubt nicht an ein ungebremstes Wachstum im Bankensektor auf absehbare Zeit. Sollte sich die US-Politik nicht auf einen Kompromiss bei den Haushalts-Verhandlungen einigen können, träten automatisch Kürzungen in Kraft, die dem Trend ein jähes Ende bereiteten.

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