UN-Abteilung: Falsche EU-Politik führte zu höherem Risiko sozialer Unruhen

Eurokrise-


Eine Tatsache erhält nun eine „offizielle Bestätigung“ durch die UN-Abteilung ILO. Die Risiken sozialer Unruhen in Europa seien aufgrund der falschen Politik stark angestiegen. Dabei würde die hohe Jugendarbeitslosigkeit für besonders brisanten Zündstoff sorgen.

Die Risiken sozialer Unruhen sind seit 2008 um 12%-Punkte gestiegen

EU-Zukunft
Gestiegene Unzufriedenheit der EU-Bürger

In der Europäischen Union sei das Risiko sozialer Unruhen angestiegen. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), eine Abteilund der UN, veröffentlichte in einem Vorabbericht die Eckdaten zu den Analysen der gegenwärtigen Lage in den EU-Ländern. Demnach seien lt. rp-online.de (Sonntag) die größten Zuwächse des Risikos in den EU-Ländern Italien, Portugal, Griechenland und Zypern besonders stark angestiegen. Umgekehrt wäre es jedoch in den Ländern Belgien, Finnland und Deutschland zu einem verminderten Risiko gekommen.

Insgesamt zeige der spezielle ILO-Indikator einen um zwölf Prozentpunkte höheren Risikowert als noch vor dem Beginn der Finanzkrise an.

Die Anzahl der Beschäftigten wäre lt. der Studie lediglich in fünf der 27 EU-Mitgliedsländer wieder über dem Niveau wie noch vor der Krise, darunter auch Deutschland. Zusätzlich wäre Deutschland auch das einzige Land, in dem die Arbeitslosigkeit der Jugend seit 2008 rückläufig gewesen sei.

Als Hauptverursacher für diese gesamteuropäische Entwicklung will ILO die in den Krisenländern vorherrschende Sparpolitik erkennen. Inzwischen habe dieser Weg der Politik bereits 26 Millionen Menschen innerhalb der EU den Arbeitsplatz gekostet. Die Haushaltssanierungen und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Euro-Länder wären zu sehr im Vordergrund gestanden. Als Konsequenz müsse nun mehr Rücksicht auf die Arbeitsplätze genommen werden und auch die Beschäftigungsgarantie für junge Leute gefördert werden, so der Vorschlag der ILO.

Die Mär von der Frieden sichernden Einheitswährung

Um zu erkennen, dass Massenarbeitslosigkeit nicht zur Beruhigung der Bürger führte, sondern vielmehr zu einem Drang, die Unzufriedenheit mehr oder weniger stark zum Ausdruck zu bringen, braucht der „Stein der Weisen“ nicht bemüht zu werden. Spätestens wenn die Kühlschränke der Haushalte leer bleiben und die Substanz die ersten Kratzer abbekommt, stehen die Türen offen, um die Schwellen gen Straße zu überschreiten. „Satt geht nicht auf die Straße“, das gilt ganz besonders für Deutschlands Bürger. Und die Berichterstattung der Mainstreams blenden nur zu gerne die massenhaften Einzelschicksale der Bürger in Spanien, Zypern, Irland und Griechenland aus, um bloß kein Verständnis für die aufkeimenden und ausführlich präsentierten „Anti-Deutschland“-Bewegungen entstehen zu lassen.

Nur die Vorstellung einer einzigen betroffenen Familie pro gezeigte Protestbewegung würde bereits für mehr journalistische Ausgewogenheit sorgen können.

Die ausführlichen Analysen der ILO sollten für jene Politiker zur Pflichtlektüre werden, die in Europa während den Jahrzehnten vor der Einheitswährung ein potenzielles Kriegsgebiet erkennen wollen und gleichzeitig den Euro als unverzichtbaren Garant für den dauerhaften Frieden erklären.

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