Umfrage zu Wissen über Finanzthemen – Hilft das Wissen im Ernstfall?

Umfrage – Studie-

Eine repräsentative Umfrage durch das Marktforschungsunternehmen TNS, im Auftrag der ING, gibt darüber Aufschluß, über welche Kenntnisse die Bürger in 11 europäischen Ländern zu Geld und Finanzen verfügen. Mit lediglich 5 zu Finanzthemen gestellten Fragen, war der Umfang der Befragung auf das wesentliche Allgemeinwissen beschränkt.

Schwerpunkte zum Finanzwissen erkennbar
Finanzthemen
Fachkenntnisse über
Geld & Finanzen

Im Ländervergleich erreichte Deutschland den vierten Platz (zusammen mit Großbritannien). Die Bürger aus der Türkei scheinen mit den Thema Geld am Besten bewandert zu sein. Die Bewohner Italiens und Belgiens kennen sich offensichtlich ebenfalls etwas besser mit den Zusammenhängen von Krediten, Zinsen und Teuerungsraten aus.

Österreich und Polen teilen sich zusammen den letzten Platz.

Die Spanne zwischen den Erst- und Letztplatzierten Ländern ist relativ gering. Vier von insg. fünf Fragen beantworteten 37% der türkischen Bürger und 26% der österreichischen, bzw. polnischen Bürger korrekt. Keines der Länder erreichte Werte, die entweder auf ausgesprochene Aufklärung, oder besonderes Desinteresse schließen lassen könnten.

Fragen und Gesamtergebnisse im Überblick
Fragen zu den Themen: Das Gesamtergebnis
Vier von fünf richtige Anworten
  • Zinsen
    Abschätzung der Renditen nach Sparzeit
  • Inflation
    Geldwertverlust bei Zinsen und Teuerungsrate
  • Anleihen
    Entwicklung Anleihenkurse zur Zinsentwicklung
  • Baufinanzierung
    Zinsbelastung lange & kurze Laufzeiten
  • Lotterie
    Gewinnausschüttungen zur Gewinnchance
  • Platz 1: Türkei – 37%
  • Platz 2: Italien – 34%
  • Platz 3: Belgien – 31%
  • Platz 4: Deutschland – 30%
  • Platz 5: Frankreich, Spanien
    Niederlande, Luxemburg – 28%
  • Platz 6: Österreich, Polen – 26%
Stärken und Schwächen der deutschen Bürger

Dass die erste Frage bezüglich Zinsen und das erwartete Sparguthaben von 79% der befragten Bundesbürger richtig beantwortet wurde, passt zum Klischee des „sparsamen Deutschen“. Ein Gebiet wo sich mehr als zwei Drittel gut auszukennen scheinen. Lediglich 11% falsche Antworten, bzw. 10% ohne Angaben.

Nicht viel weniger kennen sich mit der Inflation aus. Ein „Schreckgespenst“ der deutschen Geschichte. Im letzten Jahrhundert zwei Mal „intensiv“ mitgemacht und aktuell ein aufgefrischtes Thema innerhalb der EU-Finanzkrise. Die Auswirkungen einer Geldentwertung sind 75% der Deutschen bekannt. Nur 9% antworteten falsch und 16% konnten mit dem Thema nicht viel anfangen.

Kenntnisse über Anleihen sind offensichtlich nicht die Stärken der Deutschen. Die gegenläufige Entwicklung von Zinsen zu Anleihenkurse beantworteten (tippten?) nur 25% der Befragten. 38% lagen falsch und 37% gaben keine Angaben, oder wußten mit dem Begriff Anleihe nicht viel anzufangen.

Mit 54% wussten mehr als die Hälfte bescheid über die Kosten einer Immobilienfinanzierung in Abhängigkeit der Zinsbelastung zur Laufzeit. Im derzeitig (extremen) Zinstief bei Baufinanzierungen sind grundlegende Kenntnisse in dieser Finanzsparte sicher hilfreich.

Die Lotteriefrage forderte Einschätzungsvermögen, bzw. Kopfrechnen. Gewinnsummen wurden den Gewinnschancen gegenüber gestellt. Welche „Lotteriegesellschaft“ schüttet insg. höhere Gewinnbeträge aus? 41% antworteten richtig, 27% falsch und 33% enthielten sich.

Ob „gewußt“ oder „geraten“ – Das Ergebnis zählt

Hohe Bereitschaft für Weiterbildung
90% der Befragten in Deutschland sprechen sich dafür aus, die Themen Geld & Finanzen stärker in das Unterrichtsprogramm der Schulen einzubringen. Die Schlussposition Polens wird dadurch wett gemacht, dass von 96% gewünscht wird, Finanzthemen verstärkt in den Unterricht aufzunehmen.

Ganz nach dem Motto: „Wenn wir es nicht wissen, dann wenigstens unsere Kinder“. Frankreich zeigt mit 74% die am wenigsten ausgeprägte Zustimmung.

Wirklich hilfreiches Wissen für jede Situation?
Für den Deutschen Sparer spricht dafür, ziemlich genau bescheid zu wissen, was Zinsen und Zinserträge sind, welche Auswirkungen eine Inflation mit sich bringt. Eine weitere interessante Frage wäre gewesen, wie der Privatanleger „am Besten“ auf eine hohe Inflation und niedrige Zinsen reagieren würde / sollte.

Am Ende nutzt das Wissen nichts. In ruhigen Zeiten reicht es aus, die Brisanz einer Bombe und deren Sprengkraft zu kennen. Besser wäre es auch zu wissen, wie man reagiert, falls die Lunte bereits brennt.

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Bild: tarifometer24.com

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