Ukrainische Soldaten nach Russland: Flucht oder Ausweichmanöver?

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Die Meldungen über nach Russland übergelaufene ukrainische Soldaten häufen sich. Inzwischen seien mehr als 400 Angehörige der Armee auf das Gebiet Russlands geflüchtet. Kiew bestätigte diverse Grenzübergänge, erklärte diese Bewegungen jedoch als taktische Ausweichmanöver.

Artillerie

Kiew spricht von Ausweichmanövern wegen vorrückender Separatisten

Kontroverse Ansichten zu den nach Russland übergetretenen Ukraine-Soldaten

Flucht oder Kalkül? Moskau meldete den Übertritt von mehr als 400 ukrainischen Soldaten über die Grenze zu Russland. Sie seien Fahnenflüchtige, den Kämpfen gegen die Milizen in der Ost-Ukraine überdrüssig. Die Angehörigen der regulären Armee seien unbewaffnet und mit einer weißen Fahne schwenkend in mehreren Gruppierungen an den Grenzübergängen der Region Rostow angekommen und haben um Asyl gebeten, wie RIA Novosti berichtete.

Rund 180 der übergelaufenen ukrainischen Soldaten haben demnach ihre Entscheidung revidiert und wollten zurück in die Ukraine. Sie seien von Russlands Grenzeinheiten mit Verpflegung ausgestattet und wieder über die Grenze zurück in die Ukraine entsandt worden sein.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow warnte die Kiewer Regierung vor der Behandlung der zurückkehrenden Soldaten als Deserteure. Diejenigen, die sich verweigerten, gegen die eigenen Landsleute zu kämpfen, als Verräter in ihrem Heimatland zu bestrafen, sei absolut inakzeptabel.

Kiew bestätigte u.a. das Übertreten von Soldaten der eigenen Armee, wollte sich aber nicht auf die von Moskau genannte Anzahl festlegen. Darüber hinaus seien die Grenzübertritte ganz anderer Natur und es handelte sich nicht um flüchtende Armee-Einheiten, sondern um ein taktisches Manöver. Mehr als 300 ukrainische Soldaten und Grenzeinheiten seien aufgrund des Vorrückens der „Separatisten“ zum Ausweichen auf russisches Gebiet gezwungen gewesen, so die Erklärung aus Kiew.

Von einem Ergeben der Einheiten könne keine Rede sein. Derzeit seien zwischen Russland und der Ukraine Verhandlungen über die Rückkehr der Soldaten am Laufen.

Eine kontroverse Darstellung stellt der Grenzübertritt von zwölf Armeeangehörigen der Ukraine am vergangenen Wochenende dar. Soldaten wie auch Offiziere seien am Grenzposten Gukowo (Region Rostow) über die Grenze nach Russland gekommen. Sie seien Angehörige der 72. motorisierten Brigade gewesen. Einer der Überläufer, der sich als Kommandeur der übergelaufenen Gruppe ausgab, soll gegenüber dem russischen TV erklärt haben, dass er beschlossen habe, seine Leute über Russland herauszuführen und deren Leben zu retten, „denn wir führen keinen Krieg mit Russland“.





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