Ukrainische Armee erhält Unterstützung von rechtsradikalen Milizen

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Die Gerüchte gab es schon lange, nun scheint es bestätigt, dass die regulären Streitkräfte der Ukraine im Kampf gegen die „Separatisten“ tatkräftige Unterstützung von rechtsradikalen Milizen erhalten.

Panzer

Die Streitkräfte der Ukraine bilden zusammen einen ganz schön „bunten Haufen“

Milizen und Halb-Milizen stehen der ukrainischen Armee zur Seite

Die von Kiew entsandte reguläre Armee für den Kampf gegen die Volkswehren im Osten des Landes wird offenbar tatkräftig von rechtsradikalen Milizen unterstützt. Das Gerücht über derlei Beteiligungen hing angesichts der politischen Ausrichtung einiger Mitglieder in der nach dem Umsturz „installierten“ Regierung schon lange in der Luft. Eindeutige Beweise für die aktive Mitwirkung der Neonazis blieben jedoch wie die Belege für Russlands vermeintliche Unterstützung der „Separatisten“ aus.

Kiews reguläre Armee und die rechtsradikale Miliz „Bataillon Asow“ kämpfen Seite an Seite gegen die „Rebellen“ der Ost-Ukraine, so das Nachrichtenmagazin Focus Online (Donnerstag). Die Gesinnung der Truppen in schwarzen Sturmhauben wird durch die Aussage des Bataillonskommandanten Andrij Bilezki gegenüber dem Telegraph deutlich hervorgehoben: „Die historische Mission unserer Nation in diesem kritischen Moment ist, die weißen Rassen der Welt in einen finalen Kreuzzug für ihr Überleben zu führen“.

Der Politikwissenschaftler Andreas Umland von der Universität Kiew zeigte sich im Gespräch mit Focus Online besorgt über die Situation. „Dass eine solche Miliz Unterstützung vom Staat und Präsenz in den Medien erhält, ist eine bedenkliche Erscheinung“. Die Regierung in Kiew greife im Kampf gegen die Separatisten auf alle zurück, die sie mobilisieren kann.

Eine genaue Anzahl der Kämpfer im „Bataillon Asow“ sei nicht bekannt, aber zusammen mit weiteren halb-offiziellen Milizen kursieren lt. Umland Schätzungen von rund 2.000 Mann, davon etwa 200 bis 300 Männer, die dem „Bataillon Asow“ angehörig sind.

Wurden rechtsradikale Milizen bei Regierungsbildung gleich mitgebracht?

Die Zusammensetzung des Ministerkabinetts von Arsenij Jazenjuk bestand nach der Regierungsbildung u.a. aus Personen der radikal nationalistischen Swoboda („Freiheit“) Partei. Darunter der Vizeministerpräsident Olexander Sytsch, der Minister für Ökologie und natürliche Ressourcen Andrij Mochnyk, der Minister für Agrarpolitik und Lebensmittel Ihor Schwajka sowie der geschäftsführende Minister für Verteidigung Ihor Tenjuch. Das Amt des Generalstaatsanwalts erhielt Oleh Machnizkyj, ebenfalls von der Swoboda Partei.

Es stellt sich lediglich die Frage, ob sich die rechtsradikalen Milizen aus eigenen Stücken „beimengten“, von der Regierung angeheuert, oder gleich bei der Regierungsbildung mitgebracht und eingepflegt wurden.





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