Ukraine kann auf Milliarden Kredit vom IWF hoffen – Bürger dürfen zahlen

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Die Ukraine kann gegen die drohende Staatsinsolvenz mit der finanziellen Hilfe der EU sowie des Internationalen Währungsfonds rechnen. Im Gegenzug müssen im Land geforderte Reformen bzw. Maßnahmen eingeleitet werden. Der Verlierer steht bereits jetzt schon fest.

Kiew

Die „selbstlose“ Hilfe der Geldgeber geht stets zulasten der Bürger

Der Zahlmeister wird schon vor finaler Übereinkunft klar genannt

Kaum kommt der Internationale Währungsfonds (IWF) ins Spiel, wird es wieder teuer, jedoch nur für die Bevölkerung. Voraussichtlich ab dem 01. Mai 2014 dürfen die Bürger der Ukraine um rund 50 Prozent höhere Gaspreise berappen. Das ist eines der Voraussetzungen für den vom IWF in Aussicht gestellten Milliardenkredit.

Zwischen 14 und 18 Milliarden Dollar sollen der Ukraine als Kredit gewährt werden. Zwischen dem IWF und Kiew liefen einleitende Verhandlungen zu einem dringend notwendigen Stabilisierungsprogramm, sonst drohe die Staatsinsolvenz des osteuropäischen Landes.

Die provisorische Regierung der Ukraine erhofft sich eine Finanzspritze von bis zu 20 Milliarden Dollar (knapp 15 Milliarden Euro) und erklärte sich offenbar dazu bereit, die von den Geldgebern geforderten Reformen umzusetzen. Dazu zählt auch die Einstellung der bisher stark subventionierten Gaspreise für die Verbraucher. Der endgültige Umfang des Hilfsprogramms soll lt. RIA Novosti noch präzisiert werden.

Von der EU liegt bereits ein Angebot für Hilfsgelder an die Ukraine vor. Eine Finanzspritze in einem Volumen von ca. 11 Milliarden Euro, aufgeteilt über die Jahre zwischen 2014 und 2020. Dem gegenüber stehen jedoch bereits bestehende Verbindlichkeiten von rund 16 Milliarden Dollar an Russland.

Der Ertrinkende klammert sich an jedes Stück Holz

Selbstlose Hilfe für ein Land aufgrund des sonst unausweichlichen Staatsbankrotts. Die „Rettungsmaßnahmen“ der internationalen Geldgeber und „Gönner“, u.a. der IWF sowie die Weltbank, verbinden Kapitalhilfen stets mit geforderten Reformen und Umbrüchen im notleidenden Land.

Diese Forderungen beinhalten neben Sparmaßnahmen auch den Verkauf von Staatseigentum an die Privatwirtschaft sowie die Schürfrechte an natürliche Ressourcen für internationale Unternehmen. Die Verlierer sind immer die Bürger des betroffenen Landes. Länder wie Griechenland, Irland, Portugal und Zypern geben dafür aktuelle Musterbeispiele ab.

Der Basar Ukraine gilt hiermit als eröffnet. Der Milliardenkredit an die Ukraine dürfte noch den Nebenzweck einer Bindung an die westliche Welt zu erfüllen und die Distanz zu Russland damit zu vergrößern.

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