Ukraine erhält weitere IWF-Milliarden – Ausverkauf gesichert

Ukraine-Krise-


Die wirtschaftlich und politisch angeschlagene Ukraine erhält vom Internationalen Währungsfonds eine weitere Kredit-Tranche ausbezahlt. Der Druck auf Kiew für den Ausverkauf des Landes steigt und Moskaus berechtigte Position wird einfach ignoriert.

IWF wirft eigene Kriterien einfach über den Haufen

Ukraine
Weitere Hilfsgelder sichern Ausverkauf der Ukraine

Der Internationale Währungsfonds (IWF) zieht die an die Ukraine angelegten Knebel und Bandagen fester an und bezeichnet diese Maßnahme als Hilfe. Der IWF gewährt der völlig überschuldeten Ukraine eine weitere Tranche aus dem „Hilfsprogramm“ in Höhe von 1 Milliarden US-Dollar, wie Handelsblatt (Donnerstag) berichtete. Das Finanzierungsprogramm sieht insgesamt 17,5 Milliarden Dollar vor.

Mit dem Kriterium „tragbare Schulden“ nimmt es der IWF nicht sehr genau, wie bereits das Griechenland-Beispiel zeigt. Die Wirtschaft der Ukraine befindet sich in Bodennähe. Im vergangenen Jahr rutschte die Wirtschaftsleistung um zehn Prozent ab. Die Schulden sind horrend. Alleine die Verpflichtungen gegenüber Russland belaufen sich auf rund 3 Milliarden US-Dollar. Vorwiegend geschuldet für das trotz ausbleibender Zahlungen gelieferte Erdgas. Bisher erhielt die Ukraine vom IWF rund 5,4 Milliarden Dollar ausgezahlt.

Moskau protestierte gegen die vom IWF genehmigte Tranche an die Ukraine. Der Fonds ist dafür bekannt, die verliehenen Gelder auf Heller und Pfennig mit Nachdruck zurückzuverlangen. So predigt der IWF zur Bewältigung der Griechenland-Schulden vom Erlass, will aber selbst auf keinen einzigen Cent der „Hilfsgelder“ verzichten. Dafür stehen dann erzwungene Sparmaßnahmen und vor allem Privatisierungen auf dem Tagesprogramm. Die Filet-Stücke des auszunehmenden Landes geraten überwiegend in die Hände von US-Unternehmen. Mit dem rigorosen Vorgehen des IWF sinken die Chancen Russlands, von den zustehenden Milliarden jemals etwas abzubekommen.

Die Ukraine unternehme lobenswerte Anstrengungen, um das Wirtschaftswachstum auf Trab und die Währung auf Stabilität zu bringen, so die IWF-Chefin Christine Lagarde. Im Kampf gegen Korruption und für die Verbesserung der öffentlichen Verwaltung müssten die Anstrengungen jedoch noch erhöht werden. Vor allem müssten „Veränderungen in der Steuerpolitik“ zur Abwendung höherer Defizite vermieden werden.


Tarifometer24.com – Tarife – News – Meinungen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.