UBS Geldbuße: Vorläufiger Abschluss eines Betrugskapitels?

UBS Skandal-


Mit einer zweistelligen Millionenstrafe durch die britische Finanzbehörde wird die Schweizer Großbank UBS nur noch unter Aufsicht in den Kapitalmarkt entlassen. Die verzockten Milliarden aufgrund „Mängel interner Kontrollen“ kommen aber deswegen nicht mehr zurück.

Einmalige Geldbuße in Verbindung mit Aufsicht durch Behörden

Schweizer UBS
Ist UBS mit blauem Auge
davon gekommen?

Die Großbank UBS aus der eidgenössischen Schweiz muss büßen. Die britische Finanzaufsichtsbehörde FSA hat der ehem. Schweizer Vorzeigebank eine Geldbuße in Höhe von 29,7 Millionen Pfund (rund 36,7 Millionen Euro) aufgebrummt. Zur Begründung wurden von der FSA „Fehler im System und der Überwachung“ angegeben.

Die etwas harmlos klingende Verlautbarung zur Bestrafung gründet in einem der größten Betrugsfälle im Bankensektor. Eine wichtige Figur spielte dabei der ehem. UBS-Händler Kweku Adoboli. Mit hochriskanten Geschäften an der Börse war er die Schlüsselfigur für die Vernichtung von insgesamt rund 2,3 Milliarden Dollar. Adoboli wurde bereits zur sieben Jahren Gefängnis verurteilt.

Die Aufsichtsbehörde der Schweiz (FINMA) ordnete parallel zum Urteil der britischen Amtskollegen eine verschärfte Kontrolle der UBS an. In der Praxis ist die Schweizer Großbank nun dazu angehalten, die nächsten Jahre über sämtliche Aktivitäten in den Investmentgeschäften von der FIMMA absegnen zu lassen. Dies wäre auch eine Konsequenz der bei Untersuchungen festgestellten Mängel im Management sowie in den Kontrollinstanzen der Großbank. Die Schweizer Finanzaufsichtsbehörde gelang zur Auffassung, dass bei einem funktionierenden Risikomanagement die Machenschaften eines Adoboli bereits zu einem viel früheren Zeitpunkt aufgefallen wären.

Die UBS habe die auferlegte Geldbuße sowie die folgenden Kontrollmaßnahmen mit „Zufriedenheit“ akzeptiert.

Die „weiße Weste“ einer Schweizer Großbank

Die Schweizer UBS ist in den letzten Monaten wiederholt in den Mittelpunkt „irgendwelcher“ Behörden und ganz besonders in den der Medien geraten. Zwischen Verdacht auf Geldwäsche von Korruptionsgeldern und anteilige Manipulationen am Libor-Zinssatz, war auch von Entlassungen ehemaliger Händler zu lesen.

Der Milliardenschaden durch einen einzigen Bankangestellten verursachte Schaden blieb zwar nach offiziellen Angaben innerhalb der Bank begrenzt, aber dennoch zeigt der Fall auf, welches Potenzial an einem PC-Arbeitsplatz eines Kreditinstituts steckt, um auch einst den völlig Falschen, sprich den unbedarften Sparer zu erwischen. Dabei ist es völlig gleichgültig, ob sich der Sitz der Bank in der Schweiz befindet und der „Täterschreibtisch“ in London.

Gibt eine Bank wie im Falle der UBS nach dem Entdecken des Riesenverlusts eine „Gewinnwarnung“ heraus, sind in erster Linie die Investoren aufgeschreckt und beunruhigt. Bleibt es am Ende bei einer Verlustabschreibung, steckt ja immer noch das Potenzial des Steuerzahlers als „treibende Finanzkraft“ im Hintergrund.

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