Trübe Aussichten zur erwarteten Konjunktur 2013

Konjunktur-


Die Konjunktur in Deutschland findet zum Ende 2012 noch einen relativ guten Abschluss. Die für 2013 erwarteten Entwicklungen werden jedoch durch weitere Eintrübungen in der Wirtschaft und durch die Steigerung der Arbeitslosenzahl weitere Einschnitte hervorbringen.

Deutsche Konjunktur durch Privatkonsum gestützt

Konjunktur
Nachlassende Konjunktur
für 2013

Der strenge Sparkurs und die eingesetzte Rezession in zahlreichen Euro-Mitgliedsstaaten hielten die deutsche Konjunktur auf einem weiteren Abwärtstrend. Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung sieht für das nächste Jahr ein Nachlassen der Wirtschaftsdynamik auch außerhalb Europas, besonders in den USA. Geschwächte Handelspartner in der Europäischen Gemeinschaft können nicht mehr durch notwendige Impulse aus Übersee kompensiert werden.

In diesem Jahr kann noch eine relativ positive Entwicklung im Exportbereich festgestellt werden, aber der Schwung geht verloren. Darüber hinaus bemerkte das IMK eine nur insgesamt schwache Investitionstätigkeit.

Für 2012 sieht das Institut ein Wachstum zum deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) von relativ schwachen 0,6% im Durchschnitt. Für 2013 werden nur noch mehr 0,4% erwartet. Die rückläufige Arbeitslosenquote wird durch die schwache wirtschaftliche Entwicklung abgebremst, selbst wenn der Arbeitsmarkt robust bleiben sollte.

Der für 2012 erwartete Rückgang der Arbeitslosen um rund 80.000 Personen wird voraussichtlich 2013 wieder um 90.000 ansteigen. Im Jahresdurchschnitt erwartet das IMK für 2013 eine Arbeitslosenzahl von ca. drei Millionen Menschen.

Ein Ende der Rezession wird auch nicht bis zum Ende 2013 erwartet. Im Durchschnitt wird das BIP der Euro-Länder im Jahr 2012 um 0,5% und im folgenden Jahr um 0,7% zurück gehen.

„Silberstreif am Horizont“
Obwohl das Gesamtbild der Entwicklungen für die Forscher des IMK sehr eingetrübt erscheint, sind dennoch diverse Lichtblicke zu erkennen. Die Europäische Zentralbank (EZB) kündigte die unbegrenzten Anleiheankäufe an, falls die Situation es erfordere. Eine Maßnahme, die bisher für spürbare Entspannungen in der Krise der Euro-Zone sorgte. Sollten die Länder jedoch die strikten Sparprogramme überspannen, sieht das IMK die Gefahr einer Blockade, noch bevor die EZB durch Anleihekäufe intervenieren könnte.

Positiv zu bewerten sei auch die deutliche Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar. Die europäische Position für die Exportwirtschaft hätte sich spürbar verbessert. Eine stützende Wirkung für die Konjunktur zeige auch der nach wie vor kräftige Konsum der Bundesbürger. Die Forscher des IMK erwarten für das kommende Jahr Zuwächse beim Real-Lohn und würden für den Privatkonsum eine wesentliche Grundlage bilden.

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