Trotz Rettungsmilliarden: Zyperns Zukunft verbleibt im Dunkeln

Zypernkrise-


Die ersten Hilfsmilliarden für Zypern sind unterwegs. Insg. 10 Milliarden Euro wird der Inselstaat aus den Mitteln des ESM sowie IWF erhalten. Dennoch seien die Risiken im Land kaum abzuschätzen und ein zusätzlicher Bedarf von Rettungsgeldern nicht auszuschließen.

Zyperns Zukunft liegt nach wie vor im Dunkeln

Zypern
Unkalkulierbare Risiken im Land

Kaum sind die ersten Hilfszahlungen für Zypern auf dem Weg, deutet sich bereits an, dass es sich womöglich nur um ein „Aperitif“ handeln könnte.

Am Mittwoch hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) seinen Anteil zum Rettungspaket in Höhe von 1 Milliarde Euro an Zypern freigegeben. Zusammen mit dem Euro-Rettungsfonds ESM erhält der marode Euro-Staat insgesamt 10 Milliarden Euro ausgezahlt. Die ersten 2 Milliarden Euro sollen fließen.

Dennoch scheint es um Zypern trotzt aller Rettungsbeschlüsse sehr schlecht bestellt zu sein. Nach wie vor sei die Lage kritisch und es wäre zu befürchten, dass der Inselstaat noch mehr Geld benötigte, so die Einschätzungen des IWF. Weder der Ausgang der Bankenkrise, noch die Einflussnahme der Einsparmaßnahmen auf die wirtschaftliche Konjunktur wären derzeit abzuschätzen. Aus diesem Grund blieben die Risiken „ungewöhnlich hoch“.

Trotz aller Unsicherheiten sieht sich der IWF offensichtlich in der Lage, die zu erwartende wirtschaftliche Entwicklung auf die Nachkommastelle genau abzuschätzen. In Einklang mit der EU-Kommission geht der Fonds von einem Rückgang um 8,7% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) noch im Jahr 2013 aus. Zyperns Schuldenstand wird zum Ende des Jahres auf 126 Prozent des BIP eingeschätzt.

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