Trotz Kapitalflucht deutliches Wirtschaftswachstum in Russland

Konjunktur Russland-


Die Kapitalflucht aus Russland nahm mit einem Volumen von knapp 75 Milliarden Dollar im ersten Halbjahr 2014 bereits riesige Ausmaße an. Bis Ende des Jahres schätzt die russische Zentralbank das außer Landes geschaffene Geld in einem Umfang von 90 Milliarden Dollar ein. In den ersten sechs Monaten von 2014 konnte Russlands Wirtschaft jedoch deutlich zulegen.

US-Dollar

Ukraine-Konflikt und Sanktionen – Massive Kapitalflucht aus Russland

Privatkapital flüchtet aus Russland, dennoch Wachstum

Das Kapital in Russland kennt derzeit nur eine Richtung, raus aus dem Land. Die russische Zentralbank in Moskau berichtete von einem Kapitalabzug im Rahmen von rund 74,6 Milliarden Dollar im ersten Halbjahr 2014. Mehr als das doppelte Volumen vom Vorjahreszeitraum (33,7 Milliarden Dollar). Die Zentralbank Russlands schätzt das Volumen des abgezogenen Privatkapitals bis zum Jahresende auf rund 90 Milliarden Dollar ein. Im gesamten Vorjahr verließen Russland rund 59,7 Milliarden Dollar.

Die russische Zentralbank geht davon aus, dass sich der bereits verlangsamende Prozess beim Kapitalabzug bis zum Ende 2014 fortsetzen wird.

Der Konflikt in der Ukraine hinterlässt offenkundig deutliche Spuren in der russischen Wirtschaft. Neben dem massiven Abzug von Privatgeldern belasten u.a. die bereits von Europa und den USA ausgesprochenen Sanktionen die Konjunktur Russlands erheblich. Eingefrorene Gelder von russischen Privatpersonen sowie Unternehmen und Einreiseverbote in die EU sind für weitere wirtschaftliche Kooperationen alles andere als förderlich. Zahlreiche internationale Firmen überdenken ihre Zusammenarbeit mit Russland.

Der Kurs von Sanktionen gegen Moskau könnte auch zu einem Eigentor werden. Die deutschen Industrievertreter warnten wiederholt vor weiteren Sanktionen gegen Russland. Es bestehe die Gefahr von einbrechenden Auftragszahlen und letztendlich könnten Arbeitsplätze verloren gehen.

Die aus dem russischen Wirtschaftsministerium gemeldeten Daten für das erste Halbjahr 2014 weisen jedoch nicht auf eine einbrechende Konjunktur hin. Demnach sei Russlands Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den ersten sechs Monaten um 1,1 Prozent gewachsen. Die Industrieproduktion konnte um 1,8 Prozent zulegen. Werte von denen einige Euro-Mitgliedsländer noch sehr weit entfernt stehen.





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