Top-Ökonom zur Euro-Zone: Griechenland bleibt – Deutschland raus

Eurokrise-


Nicht Griechenland soll raus aus der Euro-Zone. Deutschland muss der Währungsgemeinschaft den Rücken kehren, so die Forderungen eines ehemaligen IWF-Funktionärs. Wenn das wirtschaftlich stärkste Land die D-Mark einführt, haben die verbleibenden Länder sowie Deutschland selbst Vorteile davon.

D-Mark

Einsetzender Euro Zerfall? Eine Währungsgemeinschaft die niemals hätte gebildet werden dürfen

Einführung der D-Mark sei sinnvoller als ein Grexit

Das neu angesetzte Hilfsprogramm für Griechenland sei völlig umsonst, Vergeudung und zum Scheitern verurteilt. Eine Währungsgemeinschaft wie die Eurozone hätte mit derart in der Wirtschaft unterschiedlich starken Ländern niemals gegründet werden dürfen. Die Maßnahmen zur Griechenlandrettung seien alle umsonst und bis zum Ende werde noch mehr Geld verpulvert. Der ehemalige Spitzenfunktionär des Internationalen Währungsfonds (IWF), Ashoka Mody, fordert in einem Gastbeitrag für Bloomberg, dass nicht Griechenland, sondern Deutschland die Eurozone verlassen sollte.

Über einen Grexit werde nach den zahlreichen Debatten bereits wie selbstverständlich gesprochen. Doch das Ausscheiden Griechenlands aus der Währungsgemeinschaft hält Mody als wenig sinnvoll. Deutschland müsse die Eurozone verlassen.

Mit dem Ausscheiden Griechenlands würden voraussichtlich Italien und Portugal den gleichen Weg beschreiten. Die anschließend eingeführten Ersatzwährungen würden rapide abgewertet und damit verlören die Länder ihre Möglichkeit, die in Euro notierten Verbindlichkeiten überhaupt zu bezahlen. Eine Pleitewelle ehemaliger Euro-Länder sei zu erwarten.

Deutschlands Euro-Austritt wäre die bessere Lösung

Sollte anstatt Griechenland nun Deutschland die Eurozone verlassen und zur D-Mark zurückkehren, dann würde der Euro im Wechselkurs rapide fallen und die Euro-Peripherie-Länder erhielten mehr Spielraum. Seit der Einführung des Euros haben die Länder Griechenland, Italien und Portugal wirtschaftlich gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) keinen Schritt nach vorne hinterlegen können.

Verliese Deutschland die Euro-Zone, würde sich die Wettbewerbsfähigkeit der verbliebenen Länder mit einem Schlag erhöhen. Dies ließe auch die Möglichkeit zu, dass weitere starke Euro-Länder wie Österreich oder die Niederlande dem Euro den Rücken kehren.

Mit der Einführung der D-Mark würde sich in Deutschland wenig ändern, so Mody. Mit der D-Mark seien die Schulden schneller abgetragen und es könne mehr importiert werden. Eine stärkere Binnennachfrage in Deutschland sei ohnehin vom IWF sowie vom US-Schatzamt gewünscht. Die EU-Kommission kritisierte bereits wiederholt den enorm hohen Leistungsbilanzüberschuss Deutschlands.





Bild: tarifometer24.com

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