Texas will mit Bundesbank gleichziehen und Gold zurück holen

Gold USA-


In den USA scheint es bereits kräftiger zu brodeln als bisher angenommen. Der Bundesstaat Texas drückt mit der geplanten Rückholaktion der eigenen Goldvorräte aus New York deutlich das Misstrauen gegenüber der US-Regierung aus. Bisherige Beispiele von Beschlagnahmungen gäbe es zu genüge.

Die beliebte „Europa-Vorlage“ USA scheint zu bröckeln

Goldlager
Vertrauen ist gut, Gold zu Hause aber besser

Das Gebilde Vereinigte Staaten von Amerika wurde von den „Europa-Romantikern“ gerne als ein leuchtendes Beispiel hochgehalten, wie eine einheitliche Währung in einer Gemeinschaft wunderbar funktionieren könnte. Dass aber die USA mit über 16 Billionen Dollar Schulden kurz vor dem Abgrund steht, die Rentenkassen bereits geplündert, der besiegelte soziale Abstieg der Bürger weit fortgeschritten und einzelne Bundesstaaten sowie Städte bereits in Konkurs geraten sind, wird dabei regelmäßig ausgeblendet.

Die Ignoranz der Europa-Befürworter im Bezug zum USA-Vergleich setzt sich regelmäßig auch im politischen Bereich fort. Wohl nicht ohne Grund, kann die Beziehung zwischen der Regierung in Washington D.C. und den zahlreichen Gouverneuren der US-Staaten nicht gerade als innige Liebe im gegenseitigen tiefsten Vertrauen bezeichnet werden.

Einen weiteren Hinweis auf mangelndes Vertrauen gibt nun der südliche US-Bundesstaat Texas, denn das in der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (Fed) in New York eingelagerte Gold soll schnurstracks gen Texas geholt werden, wie Deutsche Wirtschafts Nachrichten (Mittwoch) auf Bezug Bloomberg berichtete. Derzeit arbeitet die Regierung des Bundesstaates an einem Gesetz, das die Schaffung eines Golddepots ermöglichen solle. Offensichtlich befürchtet die Regierung in Texas, dass die US-Regierung das in New York eingelagerte Gold konfiszieren könnte.

Immerhin wäre in der Verfassung der USA festgehalten, dass ein solcher Schritt durchaus machbar ist, definiert durch den Passus: „Machtbefugnisse, die von der Verfassung nicht an die Vereinigten Staaten delegiert wurden und den Staaten nicht untersagt sind, sind den Staaten vorbehalten beziehungsweise dem Volk.“

Der Wirtschaftswissenschaftler James Rickard erklärte bei Bloomberg TV, dass diese Entscheidung von Texas sehr klug wäre. Immerhin hätte Texas beinahe eine Milliarde Dollar staatliches Pensionsgeld in Gold angelegt, jedoch in New York eingelagert und die US-Behörden hätten einst Gold bereits beschlagnahmt.

Zypern steht auch in den USA als ein mahnendes Beispiel
Die Beschlagnahmung der Bankguthaben in Zypern hätte gezeigt, dass künftig mit weiteren Konfiszierungen zu rechnen sei, weltweit. Jedoch könne man dem Bundesstaat Texas mehr Vertrauen schenken als der US-Regierung, so der Ökonom Rickard. Die Liste der Konfiszierungen seitens der US-Regierung sei lang und die bereits erfolgte Beschlagnahmung von Gold in der Vergangenheit wäre Fakt. Der Bundesstaat Texas könne jedoch nicht mit einer solchen Geschichte aufwarten.

James Rickard zeigte Verständnis für Bundeskanzlerin Merkel
Das Bedürfnis, die eigenen Goldvorräte aus den zentralen Lagerstätten „nach Hause“ zu holen, seien ein Teil der weltweiten monetären Veränderungen, so der Ökonom. Texas würde von den gleichen Gründen getrieben werden, das Gold in Sicherheit zu wiegen, wie die Deutsche Bundesbank, deshalb sei Angela Merkel auch nicht „verrückt“.

  Goldanbieter


Bild: tarifometer24.com

Schreibe einen Kommentar

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.