Teuerungsrate stieg im Mai 2018 auf 2,2 %

Konjunktur-


Die Preise im Bundesgebiet stiegen bis zum Mai 2018 deutlich an. Auf Jahressicht betrug die Teuerungsrate für Konsumenten 2,2 Prozent. Antreiber waren vor allem die Waren im Energiesektor.

Preise Lebensmittelsparte alleine um 3,5 % gestiegen

Entsafter
Konsumenten müssen deutlich mehr bezahlen

Die jährliche Inflationsrate (gemessen am Verbraucherpreisindex) betrug im Mai 2018 2,2 Prozent, so die vorläufigen Angaben von der Statistikbehörde Destatis. Diese Teuerungsrate wurde zuletzt im Februar 2017 erreicht. In den Monaten Januar bis April 2018 bewegte sich die Rate im Bereich von 1,4 und 1,6 Prozent.

Größter Antreiber des angestiegenen Preises für den „Warenkorb“ waren die Kosten für Heizöl (+24,3 %). An den Tankstellen mussten die Konsumenten für Sprit 8,2 Prozent mehr bezahlen als ein Jahr zuvor. Die gesamte Sparte Energie verteuerte sich innerhalb eines Jahres um 5,1 Prozent.

Abzüglich des Energiesektors läge die Teuerungsrate im Mai 2018 bei 1,8 Prozent. Diese Marke erreicht bereits fast den „Wunschwert“ der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie strebt eine jährliche Inflationsrate von knapp 2 Prozent an und bezeichnet diesen Bereich als „Preisstabilität“ im Bezug auf eine „gesunde Wirtschaftsentwicklung“.

An Lebensmittel kommt kein Konsument vorbei. Für diesen Anteil des Warenkorbs mussten die Bundesbewohner im Mai 2018 um 3,5 Prozent tiefer in die Tasche greifen. Obst kostete 8,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und auf die Preise für Butter legten die Märkte sogar knapp um ein Drittel (32,3 %) drauf.

Die Inflationsrate in der Eurozone lag im Mai 2018 bei 1,9 Prozent. Nach der jüngsten EZB-Ratssitzung wurde bekannt gegeben, dass das derzeit noch laufende Anleihekaufprogramm im Dezember 2018 eingestellt werden soll.


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