Streit zwischen USA und Saudi-Arabien um 9/11 Geheimpapiere

USA vs. Saudi-Arabien-


Zwischen den USA und Saudi-Arabien scheint sich ein handfester Streit um die “ 9/11 Geheimpapiere“ und diversen Details zu den Anschlägen am 11. September 2001 entwickeln. Riad droht damit, Washington mit dem Verkauf sämtlicher US-Papiere in Verlegenheit zu bringen.

Saudi-Kamele

Viel Lärm um ein 28-seitiges Dokument mit vermeintlichen Geheimwissen über 9/11

Eine Veröffentlichung der Geheimpapiere ist eher unwahrscheinlich

Die zumindest an der Oberfläche und zweckgebunden gepflegte Freundschaft zwischen den USA und Saudi-Arabien hat tiefe Risse. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Washington und Riad funktionierte über Jahrzehnte reibungslos, geradezu wie durch Öl geschmiert. Mit dem aufflammenden Streit um die Offenlegung der „Geheimpapiere zum 11. September 2011“ entdeckte das saudische Königshaus offenbar sein großes Erpressungspotenzial gegen die extrem hoch verschuldete USA.

Der Gegenstand der Auseinandersetzung ist ein 28-seitiges Dokument, welches genauere Angaben über die Verwicklungen Saudi-Arabiens zu den Anschlägen „9/11“ enthalten soll. Aus dem Schreiben ginge hervor, wer die Attentäter vom 11. September 2011 unterstützt haben soll. Im US-Kongress werden die Stimmen derjenigen lauter, die sich für eine Veröffentlichung der Geheimpapiere einsetzen. Die Regierung Obama versucht jedoch eine Offenlegung der brisanten Inhalte zu verhindern. Grund: Man fürchte für US-Bürger und -Behörden im Ausland Nachteile durch Restriktionen und Vergeltung, wie focus.de (Mittwoch) berichtete.

Saudi-Arabien scheint der Inhalt der Papiere sehr unangenehm zu sein. Riad kündigte nun an, die Bestände von US-Wertpapieren im Umfang von rund 750 Milliarden Dollar zurückgeben zu wollen, wenn der Geheimbericht an die Öffentlichkeit geraten sollte. Da der letzte Bericht des „Department of Treasury/Federal Reserve“ alle Opec-Länder als Besitzer von US-Staatsanleihen im Wert von 281 Milliarden Dollar ausweist, kann abgeleitet werden, dass Saudi-Arabien im privatwirtschaftlichen Bereich in den USA bis zum Hals involviert ist.

Ein Verkauf der US-Staatsanleihen sowie die Veräußerung von Wertpapieren würde nicht nur Washington, sondern auch den Finanzmarktsektor der Staaten bis ins Mark treffen. Es ist davon auszugehen, dass sich einflussreiche Kräfte mobilisieren, um dem Kongress den „Unsinn“ einer Veröffentlichung der Geheimpapiere auszureden.

Die Interessen sprechen gegen Veröffentlichung der 9/11 Geheimpapiere

Mit der Förderung des Fracking-Öls und der dadurch erreichten (vermeintlichen) größeren Unabhängigkeit, scheinen die USA die Karten für das „freundschaftliche Zusammenspiel“ mit Saudi-Arabien mischen zu wollen. Am „Rande“ stünden allerdings noch die Interessen der US-Waffenindustrie. Saudi-Arabien erwies sich den USA stets als ein äußerst fleißiger Waffenkunde mit einem regelmäßigen Jahresbudget im zweistelligen Milliardenbereich. Die „Souffleusen“ der Waffenlobby dürften mit den Ohren der US-Administration in hautnahem Kontakt stehen und an einem korrekten diplomatischen Umgang mit dem saudischen Königshaus festhalten.

Viel Lärm um diese Papiere und noch viel lauter sind die Androhungen zu folgenreichen Konsequenzen. Kaum anzunehmen, dass Washington und die einflussreichen Lenker im Hintergrund die Hosen zu den wahren Hintergründen des 11. Septembers herunterlassen. Solange sich Saudi-Arabien als fleißiger Waffenkäufer und Öllieferant präsentiert, wird die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Washington und Riad oberste Priorität bleiben.


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