Streit mit Russland: Paart sich Kalkül mit Dummheit?

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Im sicheren Abstand zum Geschehen und in „bescheidener Zurückhaltung“ geben die USA in der Krise um die Krim und Ukraine die Richtung vor. Der in die Enge getriebene Bär wird offenbar bewusst provoziert und die unterwürfige EU lässt sich zum Fraß vorwerfen.

Ukraine-Krise

Die Ukraine und die Krim dienen als eine Drehscheibe für die eigenen Interessen

Die USA setzt offenbar auf die Rolle des „lachenden Dritten“

Ein Bär ist in der Regel ein scheues Tier und hat bereits das Weite gesucht, bevor der Mensch diesen überhaupt bemerkte. Kommt es jedoch zu einem Zusammentreffen und der Bär fühlt sich auch noch in die Enge gedrängt, muss der Mensch mit entsprechenden Reaktionen rechnen, die ihm ganz und gar nicht schmecken werden. Treibt der Mensch den Bären sogar bewusst in die Ecke, so steckt Kalkül oder bloße Dummheit dahinter.

Moskau wiederholt bereits seit Jahren das Misstrauen gegenüber das fortschreitende Raketenabwehrprogramm der NATO, welches über die Jahre immer näher an die Grenzen zu Russland gerückt ist. Der Westen kann sich anscheinend nicht mehr an die einst getroffene Vereinbarung erinnern, die NATO-Gebiete nach der Wiedervereinigung Deutschlands nicht weiter in Richtung Osten ausweiten zu wollen. Nun sind u.a. Rumänien, Tschechien, Ungarn, Estland, Slowakei und Polen Mitglieder des Nordatlantikpakts.

Eigentlich sollte die Lage Moskaus leicht zu verstehen sein. Dem „Bären wird immer auf den Pelz“ gerückt, wider aller Zusagen und Unterlassungserklärungen seitens der Nato. Von Moskau ausgesprochene Bedenken wurden schlicht ignoriert. Die abwimmelnde Erklärung, „das Raketenabwehrsystem an Russlands Grenzen betrifft gar nicht Russland“, mag nicht sehr überzeugend klingen. Kurz ausgedrückt, man hat Russland über den Tisch gezogen.

Der „Bär ist in die Enge getrieben worden“ und dem konservativen Zweig der US-Politik fällt offenbar nichts Besseres ein, als den Raum noch enger zu gestalten und mit Steinen zu werfen. Als weitere Reaktion auf die Eingliederung der Halbinsel Krim in die Russische Föderation schlug nun ein US-Abgeordneter vor, das Raketenabwehrschild in Osteuropa zu erweitern. Tom Cole, ein Mitglied im republikanischen Repräsentantenhaus forderte lt. Deutsche Wirtschafts Nachrichten (Montag) die Weiterentwicklung des Raketensystems an Europas Ostgrenzen, um damit „Moskau so richtig wachzurütteln“.

Tony Blinken, Sicherheitsberater des US-Präsidenten Barack Obama, erklärte gegenüber dem Nachrichtensender CNN, dass die US-Regierung alle Unterstützungsanfragen der Ukraine prüfen werde, auch die militärischen Fragen. Doch eine Unterstützung werde wohl „kaum die russischen Pläne ändern oder eine Invasion verhindern“, so Blinken.

Man treibt den Bär bewusst in die Enge und will ihn für seine Reaktionen bestrafen. Die bisherigen Interventionen des Westens, allen voran die der USA, quer über den gesamten Globus, offenbaren die explosive Mischung aus kühler Berechnung und eine gute Brise Dummheit. Die USA üben sich bei der Erfüllung der eigenen Ziele in „bescheidener Zurückhaltung“ und ziehen es vor, die Europäische Union zum Fraß vorzuwerfen. Die treu ergebene Gefügigkeit Brüssels ist kaum zu überbieten.

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