Steuererleichterung 2016 ist für Arbeitnehmer fast eine Nullnummer

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Die von der Bundesregierung „durchgeboxte“ Steuererleichterung der Arbeitnehmer um rund 5 Mrd. Euro im Jahr 2016 entpuppt sich als eine Nullnummer, eine Bereitstellung von Geldern für die Mehrbelastungen durch erhöhte Sozialabgaben. Für die meisten Arbeitnehmer bleibt im Monat vielleicht eine Brotzeit mehr übrig.

Finanzen

Von den 5 Mrd. Euro Steuerermäßigung bleibt beim Arbeitnehmer kaum was hängen

Umschichtung von Steuergeldern hin zu Sozialabgaben

Für die Arbeitnehmer winken im Jahr 2016 Entlastungen bei den Steuerabgaben. Die Bundesregierung kalkulierte rund 5 Milliarden Euro Erleichterung bei den Abgaben durch Anpassungen bei der progressiven Steuertabelle sowie den Freibeträgen ein. Ein Haufen Holz, möchte man meinen. Unterm Strich handelt es sich allerdings um eine Lastenverschiebung von den Steuern hin zu den Sozialabgaben.

Arbeitnehmer, je nach Single oder innerhalb der Familie, mit einem durchschnittlichen Bruttogehalt zwischen 2.000 und 4.000 Euro mtl. werden mit den „umfangreichen“ Anpassungen zwischen 6 und 20 Euro pro Monat entlastet, so die Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Auf den ersten Blick immerhin spürbare Steuererleichterungen. Doch auf dem Lohnzettel befinden sich neben dem Steuerabzug für den Fiskus weitere Posten und hier nagt wiederum der Rotstift am vermeintlichen Gewinn. Gesetzlich Versicherte können trotz Steuererleichterungen ab 2016 dennoch einen geringeren Netto-Betrag als noch im vergangenen Jahr ausgezahlt bekommen.

Ab 2016 steigt der Zusatzbeitrag für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) von durchschnittlich 0,9 auf 1,1 Prozent an. Der Unterschied kann monatliche Mehrkosten von bis zu 8 Euro verursachen. So profitieren lt. IW die meisten Familien, Ehepaare und Singles von lediglich 2 bis 10 Euro mehr im Monat.

Der vermeintliche Vorteil aus der Steuersenkung wird ohnehin nur für 2016 wirksam sein, da bereits ab 2017 die Abgabe für die gesetzliche Pflegeversicherung um 0,3 Prozentpunkte angehoben wird. Weiterhin sind mit erneuten Anhebungen bei den Kassen-Zusatzbeiträgen zu rechnen und der Rentenbeitragssatz ab 2017 muss erst noch definiert werden.

Einen „echten“ Trost gibt es dennoch für Familien mit Kindern. Das Kindergeld steigt 2016 um ganze 2 Euro an.





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