Steigende Anzahl der auf Hartz-IV Kinder, trotz Handelsbilanzüberschüsse

Armut-


Die Quote der sog. armutsgefährdeten Kinder in Deutschland stieg trotz stetig neu aufgestellter Rekorde bei den Außenhandelsüberschüssen auf 15,7 Prozent an. Im April bezogen die Eltern von 1,67 Millionen Kinder im Alter bis 15 Jahre Hartz-IV-Zahlungen.

Familie

Handelsbilanzüberschüsse ins „unbekannte“ Ausland, steigende Armut bleibt im Inland

Statistik spricht von Hartz-IV-Leistungen, nicht von Ansprüchen

In Deutschland ist bereits jedes sechste Kind vom sog. Armutsrisiko betroffen. Sie leben in einer Familie mit Bezug von Hartz-IV. In Berlin steht sogar ein Drittel der Kinder in Abhängigkeit zur Grundsicherung der Eltern, so der Bericht der Saarbrücker Zeitung (Samstag). Demnach wertete Sabine Zimmermann, die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken, die aktuellen Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) aus.

Im April waren annähernd 1,67 Millionen Kinder im Alter bis 15 Jahre auf Hartz-IV angewiesen. Gegenüber April 2014 ein Zuwachs um rund 23.000 Kinder. Die Quote der auf Grundsicherung angewiesenen Kinder in dieser Altersgruppe in Deutschland kletterte auf 15,7 Prozent hoch.

Das Thema Kinderarmut bezieht sich eigentlich nicht auf die Kinder selbst, sondern auf die Eltern dieser Kinder und deren Auswirkungen. „Leider ist es immer noch so, dass Kinder das größte Armutsrisiko darstellen“, so Zimmermann zur Zeitung.

Kinderarmut ist eine Domäne der Großstädte. In Berlin liegt die Quote der Kinder mit Eltern und Hartz-IV-Anspruch bei 33,5 Prozent und in Bremen bei 32,9 Prozent. In Bayern und Baden-Württemberg liegt die Quote bei 7,3 bzw. 8,5 Prozent.

Steigende Armut und steigende Außenhandelsbilanzüberschüsse

Die von der BA dargelegten Zahlen sprechen allerdings von bezogenen Hartz-IV-Leistungen, nicht jedoch von Ansprüchen. Viele Eltern hätten zwar einen Anspruch auf die Zahlung der Grundsicherung, fordern diese aber aus verschiedenen Gründen nicht ein. Im Jahr 2015 wird Deutschland lt. Berechnung des Münchner ifo-Instituts einen Außenhandels-Bilanzüberschuss von rund 250 Milliarden Euro erreichen.

Wo diese seit Jahrzehnten erzielten Überschüsse „offiziell verbucht“ sind, vermag niemand so richtig darlegen zu können / wollen. Wer möchte, kann bei der Deutschen Bundesbank anfragen und dürfte enttäuscht werden. Sicher ist lediglich, das immense Kapital ist ins Ausland abgewandert, vermutlich in die USA. Sicher ist auch, dass damit die Leistungen der arbeitenden Bevölkerung ebenfalls exportiert wurde.





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