Statt Pass Smartphone Durchsuchung Migranten

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Eine Durchsuchung der von den Migranten mitgebrachten Smartphones soll für die Aufklärung der wahren Identität des Asylsuchenden sorgen. Ein mehrere Millionen Euro teures Unterfangen.

Handyfoto

Bilder auf Handys sollen Aufschluss über Herkunft geben können

Handy-Durchsuchung hat sich bereits herumgesprochen

Das Herausfinden der Identität von Migranten und Asylbewerbern ist offenkundig ein schwieriges Unterfangen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) versucht die Herkunft der Ankömmlinge u.a. anhand der mitgebrachten Mobiltelefone zu ermitteln. Bis jetzt wurden von den Asylbewerbern ca. 15.000 Handys bzw. Smartphones untersucht, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Zur Anwendung kommen demnach vier unterstützende Systeme und zusätzliche Software, die auf den Geräten gespeicherte Fotos und Namen analysieren. Eine Unterscheidung zwischen den verschiedenen Dialekten der arabischen Sprache soll ebenfalls möglich sein. Die Fehlerquote liege lt. F.A.Z. bei weniger als 20 Prozent. BAMF hat für die Anschaffung der entsprechenden Technik einige Millionen Euro ausgegeben.

Einen Fall wie „Franco. A“, ein als rechtsextrem geltender Oberleutnant der Bundeswehr, könne lt. BAMF-Vizepräsidenten Markus Richter mit den neuen Systemen nicht mehr vorkommen. Der Oberleutnant hat sich als Syrer und Asylsuchender erfolgreich registrieren lassen.

Die Durchsuchung des Handys oder ähnliche Geräte komme dann in Frage, wenn der Asylsuchende weder Pass oder andere Ausweispapiere vorlegt.

Allerdings scheinen die Flüchtlinge und Migranten bereits Wind von diesen Handy-Auswertungen bekommen zu haben. Es seien bereits manipulierte Geräte entdeckt worden. Darin fand man nachträglich abgespeicherte Fotos, die in bestimmten Regionen aufgenommen wurden. Diese sollen offenbar die Herkunft vortäuschen. Es tauchten auch schon identisch aufgebaute Handys auf, mit komplett gleichem Inhalt. „Offensicht für die behördliche Prüfung präpariert“, so Richter.

Ausweispapiere verschwinden, Smartphones jedoch nicht

Es ist erstaunlich, wie wohlbehalten die empfindlichen Handys und Smartphones den gesamten Weg überstehen, während sich Ausweispapiere scheinbar in Luft aufgelöst haben. Dem BAMF ist es durchaus bekannt, dass sich die meisten Migranten ihrer Ident-Papiere entledigen. Zuwanderer aus Somalien, Nigeria und Gambia tragen nur zu 1 bis 3 Prozent Ausweispapiere mit sich. Aus Afghanistan bringen immerhin 12 Prozent einen Pass oder Ähnliches mit.


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